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Norddeutsche Neueste Nachrichten

13. Dezember 2017 | 06:34 Uhr

Rostock : Glatter Aal vor dem Stresstest

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die rechtliche Hürde hat der Investor genommen – jetzt ist der Bauausschuss am Zug

von
erstellt am 30.Jul.2015 | 08:00 Uhr

Das 100-Millionen-Euro-Projekt Glatter Aal geht in die heiße Phase: Jetzt liegen die konkreten Baupläne vor, über die der Ortsbeirat Stadtmitte und abschließend der Bauausschuss der Bürgerschaft entscheiden müssen. Vom Votum des Ausschusses hängt es ab, ob das Vorhaben in seiner überarbeiteten Form umgesetzt wird. Der Investor, die Randalswood Germany GmbH mit Sitz in Berlin, will einen Komplex mit Hotel, Boardinghouse, Gaststätte, Fitnessbereich, Geschäften und Parkhaus errichten. Der Spatenstich für das Rosengarten-Center getaufte Projekt ist eigenen Angaben zufolge für 2016 anvisiert.

Hotel und Boardinghouse-Appartements sollen nun über deutlich mehr Betten verfügen als bisher bekannt. Insgesamt sind es 524. Allein 258 von ihnen entfallen auf das Hotel, das ursprünglich nur 135 Gäste aufnehmen sollte. Der überwältigende Teil der Besucher wird im geplanten Neubau auf der Ostseite der Buchbinderstraße untergebracht. Außerdem sind in diesem Gebäude eine Gaststätte mit 100 Plätzen für die Hotelgäste und knapp 1400 Quadratmeter Einzelhandelsfläche vorgesehen.

Das zweite Haus auf der Westseite der Buchbinderstraße wird noch deutlich größer – vor allem wegen des darin integrierten Parkhauses mit 525 Stellplätzen. Zum Vergleich: Bisher haben 385 Autos auf dem Gelände Platz. Möglich wird die Steigerung durch die fünf beziehungsweise sechs geplanten Geschosse der Neubauten. Das Parkhaus wird auf den drei Seiten Richtung Buchbinderstraße, Rostocker Heide und Rungestraße durch angeschlossene Bauten eingefasst. In diesen sind mehr als 1300 Quadratmeter für den Bereich Fitness, fast 480 Quadratmeter als Gewerbe- und mehr als 5300 Quadratmeter als Einzelhandelsfläche ausgewiesen. Die Randalswood Germany GmbH will hier vor allem Mode-, Freizeit- und Sportgeschäfte mit 50 bis 5000 Quadratmetern Größe ansiedeln. Schon jetzt sei das Interesse bei den Händlern und Hotelbetreibern groß, so das Unternehmen. Außerdem soll ein kleiner Teil der Boardinghouse-Appartements im zweiten Haus untergebracht werden.

Das Filetstück Glatter Aal wird seit Jahren nur als Parkplatz genutzt. Der ursprüngliche Investor Jürgen Klechowitz, der auf dem 6500 Quadratmeter großen Areal einen Gegenpol zum Kröpeliner-Tor-Center schaffen wollte, war im August 2010 verstorben. Im April 2013 wurde das Grundstück schließlich für sechs Millionen Euro an den jetzigen Eigentümer zwangsversteigert. Zuletzt hatte die Hansestadt mit einem Zwangsrückkauf eines Teilstücks gedroht. Dieser ist mit dem eingereichten Bauantrag aber vom Tisch.

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