Rostock : Glatter Aal: Investor stellt Bauantrag

Glatter Aal in der Nähe der Kröpeliner Straße: Das Filetstück wird seit Jahren nur als öffentlicher Parkplatz genutzt. Grafik: Randalswood Germany GmbH
Glatter Aal in der Nähe der Kröpeliner Straße: Das Filetstück wird seit Jahren nur als öffentlicher Parkplatz genutzt. Grafik: Randalswood Germany GmbH

Randalswood GmbH will 100 Millionen Euro ausgeben / Rosengarten-Center mit Einzelhandel, Hotel und Parkplätzen geplant

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03. Juni 2015, 12:00 Uhr

Das kam ganz kurz vor Ablauf der Frist: Die Randalswood GmbH hat am Freitag einen Bauantrag für den Glatten Aal gestellt – nur drei Tage, bevor die Stadt einen Rückkauf des seit Jahren als Parkplatz genutzten Filetstücks hätte in die Wege leiten können. „Wir haben beim Bauamt unseren Antrag für einen Komplex von 45 000 Quadratmetern eingereicht“, so Projektleiter Denis Madden. „Der Arbeitsname ist Rosengarten-Center.“

Randalswood beziffert die Investitionssumme auf 100 Millionen Euro. Der Schwerpunkt auf der Westseite des Glatten Aals soll auf dem Einzelhandel liegen. Vor allem Geschäfte aus den Bereichen Mode, Freizeit und Sport in der Größe zwischen 50 und 5000 Quadratmetern sollen sich ansiedeln – alle mit Zugängen von der Straße aus. Auf der Seite zum Neuen Markt hin sollen ein Hotel mit 135 Betten sowie Appartements entstehen. Laut Investor haben sowohl Händler als auch Hotelbetreiber bereits starkes Interesse signalisiert. Der Baubeginn des Rosengarten-Centers sei für das kommende Jahr geplant.

Schafft es das Mega-Projekt nach jahrelangem Stillstand damit jetzt auf die Zielgerade? Das Rathaus bestätigte gestern den Eingang des Bauantrags. „Er wird derzeit durch die Verwaltung geprüft“, sagt die stellvertretende Stadtsprecherin Kerstin Kanaa. Die Bürgerschaft hatte erst Anfang Mai den Weg für einen möglichen Rückkauf frei gemacht – sofern Randalswood keinen genehmigungsfähigen Bauantrag vorlegen würde. Hintergrund ist ein jahrelanges Hin und Her um das Areal in direkter Nähe zur Haupt-Einkaufsstraße, das im Frühjahr 2013 in eine Zwangsversteigerung mündete. Damals erwarb die von dem Iren Patrick Joseph McGrath extra gegründete Randalswood GmbH das Grundstück. McGrath war selbst größter Gläubiger des früheren, verstorbenen Investors Jürgen Klechowitz und dessen Erben.

Randalswood hat sein Konzept in den vergangenen zwei Jahren auch in Abstimmung mit dem Gestaltungsbeirat der Hansestadt verfeinert. „Die Planungen sind einfacher und wirtschaftlich besser umzusetzen“, sagt Projektentwickler Madden. Ursprünglich sei auch eine Entwicklung unter der Erde und eine stärkere Einbeziehung der Buchbinderstraße vorgesehen gewesen, die den Glatten Aal durchschneidet. Entstehen sollen im Rosengarten-Center auch Parkdecks, um die bisher 385 Stellplätze auf dem Areal zu ersetzen. Denn das Filetstück wird seit Jahren nur als öffentlicher Parkplatz genutzt.

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