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Rostock : Glatter Aal: Hansestadt macht Druck auf die Investoren

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Verlängerung der Parkplatznutzung soll verweigert werden – im Juni Treffen mit den Eigentümern

von
erstellt am 30.Mai.2014 | 10:00 Uhr

Neuer Anlauf für eines der letzten Filetstücke Rostocks? „Die Eigentümer des Glatten Aals haben um einen Termin gebeten“, sagt Ralph Müller, Chef des Stadtplanungsamts. Das Treffen unter Einbeziehung des Bauamts der Hansestadt soll voraussichtlich im Juni stattfinden.

Was genau dort besprochen wird, darüber halten sich die Beteiligten bedeckt. Fest steht aber laut Müller: In den Verträgen sind Fristen festgeschrieben, innerhalb derer die Investoren ein Bebauungskonzept vorlegen müssen. Im April vergangenen Jahres hatte die Randalswood Germany GmbH mit Sitz in Berlin, die dem Iren Patrick Joseph McGrath zugerechnet wird, das Grundstück für sechs Millionen Euro bei einer Zwangsversteigerung erworben. Passiert ist auch danach nichts.

Bereits seit 2008 befindet sich auf dem Gelände ein Parkplatz – doch damit soll bald Schluss sein. Das zumindest fordern die Mitglieder des Bauausschusses. Sie wollen die Nutzungserlaubnis am Jahresende nicht mehr verlängern, kündigten sie auf ihrer Sitzung am Dienstag an. Bislang wurde diese jeweils ohne Auflagen erteilt. „Wenn wir mit dem Investor nicht zu Potte kommen, müssen wir schärfere städtebauliche Instrumente auffahren“, sagt Ausschussmitglied Helge Bothur (Linke). Davon stünden noch jede Menge zur Verfügung.

Auch Bausenator Holger Matthäus (Grüne) will auf dem Glatten Aal endlich vorankommen. „Die Eigentümer haben keinen Rechtsanspruch auf die Nutzung als Parkplatz“, sagt er. Solange die Nutzungserlaubnis aber immer wieder verlängert werde, hätten sie auch kein Interesse an einer Änderung: „Die haben richtig Einnahmen“, so Matthäus. Er hat als einen ersten Schritt die Grundstücksverwaltung mit der Bitte angeschrieben, das gesamte Areal zu verschönern. Insbesondere der Zustand der seit 2008 brachliegenden Böschung sei untragbar. „Anwohner und Geschäfte leiden sehr darunter“, sagt der Senator.

Der Bauausschuss will sich im September erneut mit der Entwicklung des Glatten Aals befassen, dann in neuer Zusammensetzung. „Das sollten wir im Auge behalten – jetzt ist der Zustand jenseits von gut und böse“, sagt Vorsitzender Frank Giesen (CDU).

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