Glänzende Generalprobe für "Andy"

Im Halbmarathon machte 'Andy' Raelert (hier ein Archivbild) gestern in einem traumhaften Stil mit Vorfußlauf und stabilem Oberkörper seinen Triumph klar. dpa
Im Halbmarathon machte "Andy" Raelert (hier ein Archivbild) gestern in einem traumhaften Stil mit Vorfußlauf und stabilem Oberkörper seinen Triumph klar. dpa

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02. September 2012, 07:30 Uhr

Rostock | Die Ironman-Weltmeisterschaft am 13. Oktober auf Hawaii kann kommen. Triathlet Andreas Raelert vom TC FIKO Rostock hat gestern beim Challenge Walchsee-Kaiserwinkl eine glänzende Generalprobe hingelegt. Der 36-jährige Hansestädter gewann den Wettkampf über 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen in der neuen Streckenrekordzeit von 3:48:48,1 Stunden vor dem Eberbacher Timo Bracht (3:52:50,1) und dem Potsdamer Nils Frommhold (3:53:24,3).

Direkt aus dem über 1900 Meter hohem St. Moritz kommend, hatte der dreifache WM-Medaillengewinner in der Pressekonferenz vor dem Rennen gesagt: "Wenn ich hier gegen solche Leute wie Timo Bracht und Ronnie Schildknecht gewinnen sollte, liege ich in der Vorbereitung auf Hawaii gut im Rennen." Nach den 113 Kilometern äußerte er: "Der Erfolg ist Bestätigung für die bisherige Trainingsplanung. Das wird mir weiteres Selbstvertrauen für Hawaii geben."

Andreas Raelert kam nicht an Position eins aus dem Wasser des Walchsees. Die Führung hatte mit 30 Sekunden Vorsprung Nils Frommhold inne. Der nach seinem Scheitern in der Olympia-Qualifikation auf die Mitteldistanz gewechselte 25-Jährige erklomm mit dem Rad auch als Erster die drei Kilometer lange zwölfprozentige Steigung auf die 1164 Meter hoch gelegene Huberhöhe, spürte aber schon hier den Atem des Verfolgerfeldes. Bei Kilometer 40 war es dann geschehen. Angeführt vom Schweizer Vorjahressieger Ronnie Schildknecht schlossen Raelert, Bracht und Markus Fachbach (Trier) auf. Das Quintett wechselte sich ständig in der Führung ab. Beim zweiten Anstieg auf die Huberhöhe schien alles auf eine Attacke von Schildknecht hinauszulaufen, hatte er doch im Gegensatz zur Konkurrenz den ersten Ritt im Sattel sitzend vollzogen. Doch nicht der "Alpenkönig", sondern Andreas Raelert machte hier Nägel mit

Köpfen. 15 Sekunden fuhr der Rostocker einschließlich der Abfahrt heraus. Blendend gelang ihm der Umstieg auf den Halbmarathon. Schnell war er nicht mehr "eierig", lief in einem traumhaften Stil mit Vorfußlauf und stabilem Oberkörper mit einem Schnitt von 3:20 Minuten für 1000 Meter die ersten sechs Kilometer. Das zeigte Wirkung. Die Kontrahenten sahen nur seine Fersen, hatten nicht den Hauch einer Chance. "Ein Höllentempo, dem keiner folgen konnte", musste sogar Bracht anerkennen. Selbst zwischen Kilometer 17 und 18 lag die Zeit noch bei 3:24!

"Das war ein nahezu perfektes Rennen. Natürlich trieben mich auch die Tausenden an der Strecke nach vorn. Ein Dank an die Organisatoren des Challenge", so Raelert.

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