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Norddeutsche Neueste Nachrichten

19. November 2017 | 16:55 Uhr

Rostock : Gewerbegebiet im Osthafen wächst

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rund 200 000 Quadratmeter am Dierkower Damm sind bei Unternehmen stark gefragt. Geschichte reicht bis in die 1920er-Jahre

von
erstellt am 24.Feb.2017 | 11:45 Uhr

Das Gewerbegebiet Osthafen am Dierkower Damm wächst und entwickelt sich zu einem der wichtigsten in Rostock. „Das Gebiet ist sehr nachgefragt“, sagt Susanne Schimke, Marketingleiterin von Rostock Business. Die Wirtschafts- und Technologieförderung betreut sechs Firmen, die dort bauen oder bauen wollen.

Der Massivhaushersteller Arge Haus will seine Kunden aus ganz Deutschland repräsentativer als bisher in der Altbartelsdorfer Straße in einem viergeschossigen Unternehmenssitz mit 680 Quadratmetern Grundfläche betreuen. Das Elektronik- und Softwareunternehmen Pironex plant einen dreigeschossigen Büro- und Werkstattkomplex mit 600 Quadratmetern. Auch CPL, eine Firma, die Häfen und Logistikunternehmen berät, errichtet sich demnächst einen Unternehmenssitz an dem südöstlichen Ende der Unterwarnow.

190 400 Quadratmeter umfasst das Gewerbegebiet Osthafen, rund 30 Firmen sitzen dort – Autohaus, Lager, Hotel, verarbeitendes Gewerbe, Bauunternehmen, Dienstleistung, Entsorgung. Und die Nachfrage steigt, beobachtet Rostock Business – „von interessanten Unternehmen, die hochqualifizierte Arbeitsplätze schaffen“ – aus der IT-Branche, Medizintechnik, von Architekten, Ingenieuren. Ihnen sei die Nähe zur Innenstadt, die gute ÖPNV-Anbindung, das Potenzial und die Repräsentativität des Standorts wichtig. „Und das Gebiet rückt durch die Entwicklung der Holzhalbinsel noch näher an das Stadtzentrum“, sagt sie. Das Gebiet sei so gut wie voll. „Je nach Anfrage und Anforderungen finden wir aber immer eine Lösung“, erklärt Schimke. IT-Tecture hat quasi vorgesorgt. Arne Hensel und sein Partner bieten Werbelösungen für Autowerkstätten und hatten mehr Fläche für ihr Unternehmen erworben, als sie brauchen. Diese wollen sie an branchenähnliche Kollegen vermieten. Möglichkeiten gibt es auch noch östlich des Dierkower Damms. „Die Mischung aus guter Erreichbarkeit und überschaubaren Mieten macht den Bereich interessant für junge Unternehmen“, so Schimke. Vestifi, eine Ausgründung aus der Uni, analysiert von dort aus WLan-Netze.

Der Osthafen wurde in den 1920er-Jahren wirtschaftlich erschlossen, er war zunächst für einige Firmen Lagerplatz für Kohlen, Metall, Getreide und Schrott. Ende der 20er kam klassisch Gewerbe nach – mit der Riedel’schen Dachpappenfabrik, Schmiede-Firma Wakentin, Schrotthändler Anschütz, Kohlehandel Holz, Metallhandel Ratfoth, Ferdinand Schultz Nachfolger und der Getreidehandlung Bründel.

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