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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. Oktober 2017 | 04:21 Uhr

Sternenhimmel : Gestochen scharfer Blick

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Eine Schmidt-Kamera macht Fotos vom Sternenhimmel, die durch die neue Digitaltechnik auf einen 44-Zoll-Monitor in der Sternwarte übertragen werden können.

Das lang ersehnte Teleskop, der Coudé-Refraktor, ist gestern wieder in seine Rostocker Heimat zurückgebracht worden. Ein Dreivierteljahr dauerten die Restaurationsarbeiten – die Wartezeit hat sich gelohnt. „Wir sind alle so dankbar und stolz“, sagt Christian Fajkus, seit 1998 praktizierender Lehrer in der Astronomischen Station, glücklich. „Der Urzustand des Teleskops aus dem Jahre 1968 ist wieder hergestellt.“ Dafür wurde der Coudé-Refraktor von der Firma 4H Jena Engineering GmbH grundsaniert und gestern in die Kuppel der Sternwarte eingesetzt.

Durch die erneuerte Technik wird ein klareres Bild erzeugt. Dafür wurde die gesamte Mechanik überholt. Christian Fajkus freut sich vor allem darüber, dass die Gelenke der Achsendrehung endlich wieder beweglich sind. Diese waren verrostet. Lange musste sich mit zwei mobilen Teleskopen als Notlösung beholfen werden, erinnert sich Christian Fajkus. Weitere Neuerungen sind mit Aluminium bedampfte Spiegel und aufgearbeitete Okulare. Außerdem wurden die Objekte komplett gereinigt. Dank einer Sandstrahlreinigung und aufgefrischter Farbe erstrahlt das Teleskop nun auch optisch wieder in neuem Glanz.

Die Schmidt-Kamera, das Herzstück des Refraktors, ist auf dem neuesten technischen Stand. Sie macht Fotos vom Sternenhimmel, die durch die neue Digitaltechnik auf einen 44-Zoll-Monitor in der Sternwarte übertragen werden können. Zudem werde über eine W-Lan-Übertragung der Fotos in den Unterrichtsraum und in das Planetarium nachgedacht, so Christian Fajkus.

Der Einbau soll heute abgeschlossen werden. Zwei weitere Tage werden für die Feinjustierung benötigt, bis am Dienstag schließlich die Übergabe erfolgt.

Wer neugierig geworden ist und selbst einmal einen Blick durch das hochmoderne Teleskop werfen möchte, kann an den wöchentlichen Fernrohrbeobachtungen teilnehmen, die immer donnerstags um 21 Uhr in der Sternwarte angeboten werden.

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