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Norddeutsche Neueste Nachrichten

17. Oktober 2017 | 13:30 Uhr

Rostock : Gesellen erhalten Zylinder

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Nachwuchs wird auf dem Sommerfest der Schornsteinfeger-Innung MV in Klein Schwaß freigesprochen

svz.de von
erstellt am 26.Aug.2017 | 08:00 Uhr

Eigentlich sind es elf junge Männer gewesen, die vor drei Jahren ihre Ausbildung zum Schornsteinfeger in Mecklenburg-Vorpommern begonnen haben. Aber nur die beiden 19-jährigen Richard Erdmann von der Insel Rügen und Nico Markwardt aus Stralsund konnten gestern ihre Gesellenbriefe beim traditionellen Sommerfest der Schornsteinfegerinnung MV in Klein Schwaß in Empfang nehmen. „In diesem Jahr haben nur zwei die Prüfung bestanden“, sagt Innungssprecher Jörg Kibellus. Die anderen acht, einer hatte sich erst gar nicht für die Abschlussprüfung angemeldet, haben nicht bestanden. „Sie können die Prüfung dann im Winter nachholen“, weiß der erfahrene Schornsteinfeger.

Die beiden Gesellen, die jetzt stolz ihren Zylinder tragen dürfen, sind durch ein Praktikum zum Beruf des Schornsteinfegers gekommen. „Der technische Anteil in der Ausbildung ist hoch, aber es gibt auch viele Gesetze und Vorschriften, bei denen man sich auskennen muss“, sagt Richard Erdmann.

Das Sommerfest, auf dem auch Gäste aus Politik und Vertreter der Handwerkskammern anwesend waren, nutzte Landesinnungsmeister Ingo Ziola auch, um erneut auf den Fachkräftemangel hinzuweisen und ein weiteres Problem anzusprechen: „Ein Wermutstropfen sind die Berufsschulen und die Kosten dafür. Diese werden immer noch von den Ausbildungsbetrieben und den Eltern getragen“, sagte Ziola. Er richtete die Bitte an die Politik, eine Regelung zu finden, sodass die Kosten hierfür zukünftig vom Land getragen werden.

Zu Beginn des neuen Lehrjahres haben 16 junge Männer ihre Ausbildung zum Schornsteinfeger in MV angefangen. „Diese Zahl brauchen wir auch, um den Fachkräftemangel aufzufangen“, weiß Kibellus. Für Richard Erdmann und Nico Markwardt indes hat jetzt das Berufsleben begonnen. Beide haben auch schon eine Anstellung gefunden. Und in etwa zwei Jahren wollen sie dann auch auf jeden Fall ihren Meister in Angriff nehmen.

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