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22. November 2017 | 16:15 Uhr

Geplante Kita sorgt für Ärger

vom

Eine geplante Kindertagesstätte im Wohnpark Gehlsdorf sorgt derzeit für viel Aufregung. In der Backbordstraße soll nach Wunsch der kommunalen Wohnungsgesellschaft Wiro und des Instituts für Lernen und Leben bald eine Einrichtung für insgesamt 87 Kinder entstehen.

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erstellt am 24.Feb.2012 | 09:15 Uhr

Gehlsdorf | Eine geplante Kindertagesstätte im Wohnpark Gehlsdorf sorgt derzeit für viel Aufregung. In der Backbordstraße soll nach Wunsch der kommunalen Wohnungsgesellschaft Wiro und des Instituts für Lernen und Leben bald eine Einrichtung für insgesamt 87 Kinder entstehen. Das Problem: Das Wohngebiet sei an dieser Stelle für so eine Einrichtung nicht ausgelegt. "Die Straße ist viel zu eng", sagt Kurt Massenthe (Für Rostock), Vorsitzender des Ortsbeirates Gehlsdorf. Zudem gebe es keine vernünftige Wendemöglichkeit.

Rettungswege werden versperrt

"Der Ortsbeirat und auch die Anwohner haben nichts gegen eine Kita", sagt Massenthe. So eine Einrichtung könne durchaus das Wohngebiet aufwerten. Es gebe viele junge Eltern oder Paare, die eine Kindertagesstätte selbst nutzen würden. Jedoch entstehe bei den 87 geplanten Plätzen sowohl morgens als auch am Nachmittag zu den Stoßzeiten ein zu hoher Pkw-Andrang in der Straße, der für ein wahres Verkehrschaos sorgen würde. Für die Anwohner stelle das eine erhebliche Gefährdung dar, denn ein Bereich der Backbordstraße ist als Spielstraßenabschnitt gekennzeichnet und wird von vielen Kindern des Wohngebiets genutzt. Besonders fatal: Die Zufahrten für Rettungsfahrzeuge wären durch die vielen Autos versperrt. "Schon jetzt passen in der Straße gerade einmal zwei Autos nebeneinander", sagt Wolfgang Westphal. Der Leiter des Ortsamtes Ost kritisiert zudem, dass den Grundstücksbesitzern versichert wurde, die Anlage sei nur für den Bau von Eigenheimen ausgerichtet. "Die gewünschte hochwertige Lage und das ruhige Umfeld des Wohnparks können mit einer Kita an diesem Standort nicht mehr gewährleistet werden", so Westphal.

Mittlerweile haben die Anwohner der Backbordstraße 2 bis 17 einen offenen Brief an den Ortsbeirat verfasst. In dem bitten sie, das geplante Bauvorhaben abzulehnen. In der kommenden Beiratssitzung am Dienstag, 18.30 Uhr im Michaelshof, soll ihnen noch einmal die Möglichkeit gegeben werden, sich zum Thema zu äußern. Derzeit läuft die Bauvoranfrage beim Tief- und Hafenbauamt Rostock. "Natürlich wird es gewisse Auflagen an den Bauträger geben", sagt Heike Schröder vom Amt und meint damit eine gewisse Anzahl von Parkplätzen. Rein baurechtlich wäre die Errichtung einer Kita auf dem Grundstück möglich. Genau diese Auflage bildet für Massenthe den Knackpunkt. "Der Bauträger kann den Bedarf an Parkplätzen auf dem Grundstück gar nicht decken, wenn die Kita die geplante Größe haben soll." Er, Westphal und die Anwohner hoffen nun, dass gemeinsam mit der Wiro und dem Institut für Lernen und Leben eine andere Lösung gefunden wird.

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