Hilfsaktion in Rövershagen : Gemeinsam gegen Leukämie

Eine kleiner Handgriff kann Leben retten: Die ehrenamtliche Helferin Judith Möller und Initiatorin Stephanie Wollgast (v. l.) erklären Spenderin Benita Schulze aus Rostock wie die Typisierung abläuft. Der Rostocker Steffen Krüger (r.) erfährt alles Wichtige von Rettungsassisten Heiko Wolter-Döffinger. Fotos: Dieter Hundt
Eine kleiner Handgriff kann Leben retten: Die ehrenamtliche Helferin Judith Möller und Initiatorin Stephanie Wollgast (v. l.) erklären Spenderin Benita Schulze aus Rostock wie die Typisierung abläuft. Der Rostocker Steffen Krüger (r.) erfährt alles Wichtige von Rettungsassistent Heiko Wolter-Döffinger. Fotos: Dieter Hundt

Große Welle der Hilfsbereitschaft in Karls Erlebnis-Dorf: 311 potenzielle Spender bei Typisierungsaktion „Inka muss leben“ registriert

svz.de von
16. April 2018, 05:00 Uhr

Blutkrebs kann jeden treffen. Keiner ist vor dieser Krankheit sicher. Auch die Prerower Ärztin Inka Horn, Mutter dreier Kinder, erhielt Ende Februar die Diagnose: Blutkrebs in aggressiver Form. Sie ist derzeit in einem Berliner Krankenhaus und benötigt dringend eine Stammzellenspende. Um ihr zu helfen, hat Stephanie Wollgast, deren Tochter mit den Zwillingen von Inka Horn in eine Klasse geht, mit Freunden und Bekannten der Ärztin eine Typisierungsaktion bei Karls Erlebnis-Dorf organisiert.

Ihre Anfrage nach einer Aktion in Rövershagen stieß auf sofortige Zustimmung, so Wollgast. „Auch wir wollen gerne helfen, Inka Horn und anderen Blutkrebspatienten eine Lebenschance zu geben“, sagt Inhaber Robert Dahl. „Karls hat uns sehr unterstützt“, betont die Organisatorin. Denn echte Heilungschancen gibt es für Leukämie-Patientinnen wie Inka Horn nur durch eine Stammzellenspende. Das Problem: Für eine Transplantation müssen Gewebemerkmale von Spender und Empfänger fast identisch sein. Daher gilt: Je mehr Freiwillige, desto größer ist die Chance, einen passenden Spender zu finden.

Am Sonnabend startete die Registrierungsaktion der DKMS (ehemals Deutsche Knochenmarkspende) in der Festscheune mit reger Beteiligung. 311 potenzielle Spender, darunter auch Mitarbeiter von Karls, ließen sich typisieren. Bei allen Spendern und Helfern war eine große Hilfsbereitschaft zu spüren. Viele Ehrenamtliche, darunter die Gruppe einer Katastrophenschutzeinheit der Malteser, waren von 10 bis 16 Uhr vor Ort und halfen bei den Formalitäten der Typisierung. Jeder in guter körperlicher Verfassung ohne schwere Vorerkrankungen zwischen 17 und 55 Jahren kann sich als potenzieller Stammzellenspender bei der DKMS registrieren lassen und dadurch helfen, Leben zu retten. Mehr als 7,2 Millionen Freiwillige haben sich bisher in den weltweit größten Dateienverbund aufnehmen lassen. Zur Registrierung wird lediglich mit zwei Wattestäbchen ein Wangenabstrich entnommen.

Beim Darß Marathon am Sonntag soll die nächste von Inka Horns Freunden organisierte Typisierungsaktion folgen.

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