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Norddeutsche Neueste Nachrichten

24. Oktober 2017 | 02:30 Uhr

Gemeinde erteilt der Umgehung eine Absage

vom

Die Gemeindevertreter von Lambrechtshagen sind gegen eine Umgehung für die B 105. Das Gremium hat mehrheitlich diese Entscheidung gefällt. Und damit scheinbar dem Wunsch von einem Großteil der Bevölkerung entsprochen.

svz.de von
erstellt am 05.Sep.2013 | 11:36 Uhr

Die Gemeindevertreter von Lambrechtshagen sind gegen eine Umgehung für die Bundesstraße 105. Mit nur einer Enthaltung hat das Gremium gestern Abend mehrheitlich diese Entscheidung gefällt. Und damit scheinbar dem Wunsch von einem Großteil der Bevölkerung entsprochen. Hat doch die Bürgerinitiative (BI) gegen die Umgehung bereits 716 Unterschriften von Unterstützern gesammelt.

Aber auch die Befürworter hatten sich im Vorfeld der Sitzung gerührt – und den Gemeindevertretern schriftlich eine Stellungnahme mit ihren Argumenten und Unterschriften zukommen lassen. Die gewählten Vertreter haben sich ihre Entscheidungen dann auch nicht leicht gemacht. „Wir haben hier nicht nur eine Seite, sondern zwei. Das macht es nicht einfacher und wir werden sicher nicht allen gerecht“, sagte Gemeindevertreter Holger Kutschke (CDU), der gestern als 1. Stellvertreter von Bürgermeister Gerhard Matthies (CDU) die Sitzung leitete.

In einer kurzen Anhörung gab er Ole Franke als Vertreter der BI gegen die Umgehung die Chance, die Argumente der Gegner vorzutragen. Und diese deckten sich scheinbar in großen Teilen mit denen der Gemeindevertreter. „Die Gemeinde ist bereits durch die B 105 schon ganz erheblich zerschnitten, das werden wir auch nicht ändern. Deswegen bin ich aber dagegen, dass wir durch die Umgehung die Orte noch weiter zerschneiden, sodass Neu-Sievershagen dann auf einer Insel zwischen zwei riesigen Straßen liegt“, sagte Gemeindevertreter Dieter Braun (SPD). Lediglich Joachim Jürß (CDU) enthielt sich bei der Abstimmung: „Ich bin auch gegen eine Zergliederung der Landschaften, aber in dieser Frage innerlich sehr gespalten“, so der Gemeindevertreter, der „keinem nach dem Mund reden, aber auch keine Gräben aufmachen will“.

Laut Beschlusstext spricht sich die Gemeinde nun gegen eine Umgehung aus und empfiehlt dem Verkehrsministerium, von einer Aufnahme dieser Maßnahme in den Bundesverkehrswegeplan abzusehen. Begründet wird das unter anderem damit, dass eine solche Umgehung zu keiner Zeit Bestandteil des Regionalen Raumentwicklungsplanes gewesen ist. „Außerdem widerspricht sie unseren Planungszielen“, sagt Dr. Eckard Paech (parteilos). „Wir wollten mit unserem Flächennutzungsplan verlässliche Grundlagen für diejenigen schaffen, die herziehen, und haben versucht, Wohnqualität zu erreichen. Das war und ist der klare Kurs der Gemeinde“, so der Bauausschussvorsitzende. Nicht vergessen dürfe man allerdings, die Anwohner an der B 105 mehr vom Lärm zu entlasten. Das soll kommende Woche auch Thema im Bauausschuss sein.

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