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19. November 2017 | 00:40 Uhr

Geldmangel legt Brunnen trocken

vom

svz.de von
erstellt am 04.Apr.2012 | 09:18 Uhr

Rostock | Erst Mitte Mai werden Rostocks Brunnen wieder sprudeln - bis zu einen Monat später als im vergangenen Jahr. Einzige Ausnahme: der Brunnen der Lebensfreude am Universitätsplatz. Er soll bereits jetzt an Ostern angeschmissen werden. Für die Verzögerung im übrigen Stadtgebiet sorgen nicht etwa technische Schwierigkeiten, sondern der Geldfluss. "Damit haben wir immer Probleme", sagt Werner Dittmer, der seit rund 20 Jahren im Amt für Stadtgrün die Brunnen betreut.

Statt der 150 000 Euro aus den vergangenen Jahren hat er für diese Saison nur 138 000 Euro zur Verfügung. Dennoch sollen alle Brunnen, die zuletzt in Betrieb waren, auch jetzt wieder laufen. Allerdings waren das schon im zurückliegenden Jahr nur 21 der insgesamt 29 vorhandenen Anlagen in der Hansestadt. Darüber hinaus wird der Wasserlauf in der Grubenstraße dieses Mal trocken bleiben, da Eurawasser dort momentan einen Schmutz- und Regenwassersammler saniert. "Die Bauarbeiten ziehen sich mindestens noch bis Juni hin", sagt Dittmer.

Eine große Hilfe beim Betrieb der übrigen Brunnen seien Sponsoren. Bisher gibt es sieben Unternehmen, die mit insgesamt 21 000 Euro an Geld- und Sachleistungen einspringen. "Die Warnowquerung steuert zum Beispiel jeweils 1000 Euro für den Brunnen "Warnemünder Umgang " und den Möwenbrunnen bei", sagt Dittmer. Auch Eurawasser, Volks- und Raiffeisenbank, Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Wiro sowie die Wassertechnik und Bau GmbH helfen dem Amt aus. Zusätzlich zu den funktionierenden Fontänen werden sie mit einer Plakette belohnt, die am geförderten Brunnen angebracht wird.

"Uns hilft schon jeder Tausender weiter", sagt Dittmer. Vor allem am Alten Markt seien Sponsoren noch willkommen. Das könnten auch Privatleute oder Vereine sein. Im vergangenen Jahr beispielsweise hatte sich neben den Unternehmen auch der Verschönerungsverein zu Rostock engagiert, für den Brunnen am Margaretenplatz. Die Mitglieder trieben einen Großteil der fehlenden 5500 Euro auf und stellten so die ständige Fontäne aus der Granitkugel sicher. In diesem Jahr muss das Amt erneut alleine dafür aufkommen, denn ein dauerhafter Sponsor hat sich bislang nicht gefunden. "Wir schmeißen ihn trotzdem wieder an", sagt Dittmer. Allerdings trage unter anderem diese Maßnahme dazu bei, dass die Hauptzahl der Brunnen erst mit Verzögerung wieder sprudeln kann. Der Kostendruck sei einfach zu hoch. Deswegen Anlagen zu verkaufen, kommt aber nicht in Frage. Maximal lässt das Amt eine private Beteiligung von 49 Prozent zu, um die volle Kontrolle zu behalten.

Bis zum Saisonende im Oktober werden die Brunnen vorerst wieder laufen. Im kommenden Jahr dann hofft Dittmer auf mehr Geld, um auch andere Wasserspiele wie die Seesterne am Vögenteichplatz oder die Fontänen im IGA-Park auch wieder in Betrieb nehmen zu können. Sie stehen bereits seit Jahren still.

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