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Norddeutsche Neueste Nachrichten

12. Dezember 2017 | 05:34 Uhr

Warnemünde : Geld für die Seenotretter

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die „Arkona“ kehrt nach der Werftzeit wieder an den Liegeplatz zurück. Die Sabik GmbH spendet 5000 Euro

svz.de von
erstellt am 25.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Seit Kurzem liegt der Seenotkreuzer „Arkona“ wieder ohne Mängel an seinem Liegeplatz im Alten Strom. Die etwa 125 Punkte der Wartungsliste des Schiffes der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) wurden von der Tamsen-Werft Gehlsdorf in gewohnter Gründlichkeit abgearbeitet. Einer der größten Brocken der Reparatur war das neue Getriebe für den Mittelmotor. „Außerdem haben wir einen neuen Suchscheinwerfer mit LED-Technik erhalten“, sagt Mario Lange, zweiter Vormann auf dem Seenotretter. Neu auf dem knapp 29 Meter langen und etwa 6,50 Meter breiten Schiff ist auch ein Medizinschrank. Darin befinden sich ein Defribrillator und alles, was auch ein Rettungswagen beinhalten muss. Es ist wie eine Mini-Klinik an Bord. „Der alte Schrank entsprach nicht mehr den Vorschriften, der neue musste auf den neuesten Stand gebracht werden“, sagt der 47-Jährige.

Dieser Schrank ist durch eine projektbezogene Spende der Schweriner Sabik GmbH finanziert worden. Mitarbeiter Torsten Behm hat gestern in einer symbolischen Geste 5000 Euro überreicht. „Durch unseren Beruf kennen wir die rauen Bedingungen auf See gut, daher ist es beruhigend, zu wissen, dass es mit den Seenotrettern jemanden gibt, auf den wir und andere im Notfall zählen können“, sagt der Sabik-Mitarbeiter. „Wir ziehen den Hut vor allen, die 24 Stunden am Tag bereit sind, ihr Leben selbstlos für andere zu riskieren“, fügt Behm hinzu. Auch die Sabik GmbH war schon einmal auf die Retter angewiesen. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Entwicklung und Fertigung von Schifffahrtszeichen im Bereich der See- und Binnenwasserstraßen. Dazu zählen schwimmende Seefahrtszeichen, Navigationslaternen, feste Schifffahrtssignalanlagen und Kennzeichnungssysteme für die Markierung von Offshore-Windkraftanlagen.

„Da die Seenotretter sich nur über Spenden finanzieren, sind wir immer sehr dankbar über solche Hilfe“, sagt Jörg Westphal, Leiter des Informationszentrums am Leuchtturm. Auch die Wartung der „Arkona“ und des Tochterbootes „Caspar“ sind aus Spenden finanziert worden.

Übrigens: Während der Werftzeit haben immer bis zu drei Leute der „Arkona“-Crew bei Pflege- und anderen Arbeiten geholfen. Und sie sind dankbar, dass es auf der Tamsen-Werft Gehlsdorf fachlich so versierte Leute wie Bootsbauer Christian Heinrich gibt.

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