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Rostock : Gehlsdorf-Fähre darf zehn weitere Jahre pendeln

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Alte Konzession wäre am Sonntag ausgelaufen – Betreiber Antaris erhält Erlaubnis und denkt an Neubau

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erstellt am 13.Feb.2015 | 12:00 Uhr

Aufatmen in Gehlsdorf: Die Fähre zum Kabutzenhof fährt auch nach diesem Sonntag weiter. „Unsere Konzession wurde um zehn Jahre verlängert“, sagt Klaus-Dietmar Piorrek, Geschäftsführer der Antaris Seetouristik und Wassersport GmbH. Seinem Unternehmen gehört die „Gehlsdorf“, die 1998 in den Niederlanden gebaut wurde. Betreiber der Linie ist Antaris aber schon seit 1994.

Die Fährverbindung stand in den vergangenen Jahren immer wieder in der Kritik, weil die Stadt sie bezuschussen muss. Zuletzt mit 76 000 Euro. Durch den Mindestlohn steigen die Ausgaben voraussichtlich auf 100 000 Euro jährlich. Bislang stammte dieses Geld aus dem Etat des Tief- und Hafenbauamts, künftig soll die Rostocker Straßenbahn AG den Zuschuss begleichen.

„Für die Nutzer ist die Fähre unverzichtbar“, sagt Piorrek. Insbesondere Berufstätige, aber auch Studenten und Touristen würden die Verbindung regelmäßig nutzen. Jährlich liege die Auslastung bei rund 140 000 Passagieren, 40 000 von ihnen nehmen laut Piorrek ihr Fahrrad mit.

Bis 2018 oder 2019 soll die aktuelle „Gehlsdorf“ noch fahren, dann läuft ihre Zweckbindung als Fährschiff aus. Piorrek: „Abhängig vom technischen Zustand und Fahrgastaufkommen ist es dann möglich, an einen Neubau zu denken.“ Dafür sei das Unternehmen aber auf Hilfe von Stadt oder Land angewiesen. Bis 1998 hatte Antaris ehemalige Marinebarkassen auf der Linie eingesetzt. Diese waren mit Platz für nur 20 Passagiere aber zu klein. Mit der „Gehlsdorf“ können bis zu 97 Fahrgäste übersetzen.

Die Autofähre weiter nördlich, zwischen Warnemünde und Hohe Düne, betreibt seit fast 40 Jahren die Weiße Flotte. „Unsere Konzession läuft noch bis Ende 2017“, sagt Geschäftsführer Knut Schäfer. Im Gegensatz zu Antaris ist der Betrieb nicht auf Zuschüsse angewiesen, sondern erwirtschaftet sogar Gewinne. Daher hatten unter anderem die Grünen im vergangenen Jahr gefordert, die Stadt solle die lukrative Strecke wieder selbst übernehmen.

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