stoltera : Gefahren am Kliff

Ausgespült: Das Wasser nagt an der Steilküste und hat Baumwurzeln freigelegt.
Ausgespült: Das Wasser nagt an der Steilküste und hat Baumwurzeln freigelegt.

Neue Beschilderung warnt vor Küstenabbrüchen

svz.de von
27. Juli 2015, 15:00 Uhr

Aufgrund der immer wieder vorkommenden Abbrüche und Rutschungen am Kliff der Stoltera westlich von Warnemünde hat das Naturschutzgebiet eine neue geologische Informationstafel bekommen. Diese klärt über die Gefahren der Steilküste als Abbruchufer auf. Die Tafel steht am küstennahen Wanderweg westlich der Gaststätte Wilhelmshöhe am ersten Strandzugang. Aufgestellt wurde sie vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie MV und dem Amt für Stadtgrün, Naturschutz und Landschaftspflege Rostock.

Gestaltet hat die Tafel Rolf Reinicke, ein mit den Ostseeküsten vertrauter Geologe und Landschaftsfotograf aus Stralsund. In kurzen allgemeinverständlichen Texten, mithilfe von Grafiken und Fotos sowie Luftaufnahmen informiert die Beschilderung über den Aufbau des Kliffs, seine Entstehung und die ständige Veränderung. Das Kliff der Stoltera zählt zu den am meisten von der Abtragung betroffenen Steilufern an der deutschen Ostseeküste. Die Küste weicht jährlich um etwa 35 Zentimeter zurück. Besonders betroffen ist der Landvorsprung der Stoltera bei schwerem Sturmhochwasser. Bereits 2012 hatte der Geologische Dienst des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie gemeinsam mit Reinicke mit der Erarbeitung geologischer Hinweistafeln begonnen, die über den Bau der Steilküste und mögliche Veränderungen sowie damit verbundene Risiken informieren sollen.

Insgesamt gibt es 20 unterschiedliche auf den jeweiligen Küstenabschnitt abgestimmte Infotafeln an den entsprechenden Steilküstenabschnitten. Ziel dieser ist es, Strandwanderern die möglichen Gefahren und das richtige Verhalten an den Steilküsten zu erklären und somit Unfälle zu vermeiden. Mithilfe der Beschilderung und fachlich fundierten Informationen können Wanderer die tatsächlich vorhandenen Gefahren besser einschätzen und ihr Verhalten entsprechend anpassen. Generell gilt in jedem Fall die Maßgabe: „Sie betreten die Strände und Hochufer stets auf eigene Gefahr.“

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