Polizei klärt auf : Gefahr lauert auf dem Bahnsteig

Am Bahnsteig in Sanitz erklärt Polizeihauptmeister Waldemar Waldeck der Klasse 5b, welche Folgen ein zu geringer Abstand zu den Gleisen haben kann.
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Am Bahnsteig in Sanitz erklärt Polizeihauptmeister Waldemar Waldeck der Klasse 5b, welche Folgen ein zu geringer Abstand zu den Gleisen haben kann.

Zur Sensibilisierung der Sanitzer Regionalschüler klärt Bundespolizei beim Verkehrssicherheitstag über Risiken im Schienenbereich auf.

svz.de von
08. Juni 2018, 08:00 Uhr

Manchmal sind es nur wenige Sekunden der Unachtsamkeit, die über Leben oder Tod entscheiden. Besonders an Bahnsteigen oder Bahnübergängen entstehen häufig gefährliche Situationen, die gerade Kinder nicht richtig einschätzen. Bei dem Verkehrssicherheitstag „sicher drüber“ hat die Bundespolizei am Donnerstag mit Schülern und Lehrern von neun Klassen der Stufen 5 und 6 der Regionalschule Sanitz ein Präventionsprogramm durchgeführt.

„Diese Klassenstufen bereiten uns besonders große Sorgen, denn oft wird auf dem Bahnsteig getobt, geschubst oder sogar auf das Gleisbett gestiegen. Mit der heutigen Aktion möchten wir die Kinder sensibilisieren“, sagt Monika Hirschke Polizeihauptkommissarin. Insgesamt zehn Stationen durchliefen die Klassen. Im Fokus stand das richtige Verhalten am Bahnübergang und auf dem Bahnsteig. „Wir möchten heute nicht nur reden, sondern auch anhand von bildhaften Beispielen die Folgen falschen Verhaltens verdeutlichen“, so Hirschke. In einem Kinozelt zeigte die Bundespolizei abschreckende Präventionsfilme oder demonstrierte an einem echten Bahnunfallfahrzeug die Auswirkungen einer Kollision zwischen Zug und Auto.

Neben den Themen Fehlverhalten im Schienenbereich informierten unter anderem auch die Stationen der freiwilligen Feuerwehr, des DRK oder der Verkehrswacht Sanitz-Tessin über Erste Hilfe, Brandbekämpfung, Rettungsmaßnahmen und Radfahren im Straßenverkehr. Ob stabile Seitenlage oder Reaktionstest, die Schüler erprobten auf vielfältige Weise ihre Fähigkeiten. Eine Alkoholbrille simulierte 1,3 Promille und bereitete dem zwölfjährige Ben einige Schwierigkeiten beim Umrunden der Kegel. „Ich habe noch nie Alkohol getrunken und es war ein komisches Gefühl, keine Kontrolle beim Laufen zu haben“, berichtet Ben. Schüler und Lehrer begrüßten die Veranstaltung. „Ich finde die Aktion toll und halte die für sehr notwendig. Es passiert einfach zu viel“, sagt Jürgen Stephan, Klassenlehrer der 6s.

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