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21. November 2017 | 05:48 Uhr

Gebäude-Zuwachs im Stadthafen

vom

svz.de von
erstellt am 11.Apr.2013 | 10:03 Uhr

Stadtmitte | Im Stadthafen schließt sich eine Lücke. Zwischen dem Lokschuppen und dem Haus des Boots- und Yachtausstatters entsteht ein Geschäftsgebäude. Hier baut die Projektmanagement Rostock GmbH (PMR) ihren neuen Firmensitz. Durch den ausgedehnten Winter haben die Arbeiten lange ruhen müssen, aber nun dreht sich der Kran an der Straße Am Strande wieder. "Wir planen, im September mit dem Bau fertig zu sein", sagt PMR-Geschäftsführer Alexander Gatzka. Derzeit verteilen sich die Räume des Architektur- und Planungsbüros auf mehrere Gebäude. Für die mittlerweile 17 Mitarbeiter des vor rund zehn Jahren gegründeten Unternehmens ist das keine optimale Lösung. Deshalb entschied sich PMR zum Umzug.

Wie es sich für den Firmensitz eines Planungsbüros gehört, wird das Gebäude hohen architektonischen Ansprüchen gerecht werden. Auch der Gestaltungsbeirat der Hansestadt, dem das Projekt in exponierter Lage präsentiert werden musste, äußerte sich wohlwollend, wie Gatzka berichtet. "Der Gedanke dahinter ist, zwar eine gestalterische Anlehnung an den Stadthafen zu schaffen, aber trotzdem modern und nachhaltig zu bauen", so der Geschäftsführer. "Brücke 7" soll das Gebäude heißen und so an die Landungsbrücken erinnern, die im Mittelalter von den Handelsschiffen im Stadthafen angelaufen wurden.

Insgesamt 1500 Quadratmeter wird das Gebäude umfassen, verteilt auf eine Tiefgarage, Erdgeschoss sowie ein Voll- und ein Sattelgeschoss. Dabei war gerade der Bau in die Erde eine Herausforderung. "Mit der Tiefgarage stehen wir quasi schon im Wasser", so Gatzka. 56 Bohrpfahlgründungen mit einer Tiefe von bis zu 18 Metern waren nötig. Das Kellergeschoss ist eine so genannte weiße Wanne, also umgeben von druckwasserbeständigem Stahlbeton. Nach Fertigstellung soll das Erdgeschoss vermietet werden. Noch sind die Räume nicht vergeben, wie Gatzka mitteilt: "Dazu führen wir derzeit Gespräche." Eine maritime, gastronomische oder touristische Nutzung soll es geben. Die zwei Etagen darüber bezieht PMR.

Bei der Fassade der "Brücke 7" setzen die Architekten auf eine Mischung aus hanseatisch anmutenden Klinkern, die die Gestalt der Speicherbauten aufgreifen, und modernen Glaskuben. Diese sollen versetzt eingefügt werden, sodass der Bau eine gewisse Filigranität gewinnt.

PMR plant eine ganze Reihe großer Projekte in Rostock und der näheren Umgebung. Die Architekten, Ingenieure und Sachverständigen sind auf Hochbau spezialisiert. Derzeit sind sie besonders in die Arbeiten am ehemaligen Friedrich-Franz-Bahnhof sowie am Wohnpark Molenfeuer in Warnemünde beteiligt. "Damit werden wir noch eine ganze Weile zu tun haben", sagt Gatzka. Denn allein in Warnemünde sollen am Ende mehr als 350 Wohnungen entstehen. Außerdem plant PMR 25 Ferienwohnungen und einen Neubau auf einem Gelände, das an den Rhododendronpark in Graal-Müritz angrenzt. Bei der Auswahl der ausführenden Bauunternehmen setzt die Firma vor allem auf Anbieter aus Rostock und der Region. Auch der neue Unternehmenssitz wird von Rostocker Baufirmen realisiert. Das neue Domizil im Stadthafen lässt sich PMR insgesamt rund zwei Millionen Euro kosten.

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