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Norddeutsche Neueste Nachrichten

22. November 2017 | 21:40 Uhr

Hansa Rostock : Ganz Rostock atmet auf

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Klassenerhalt mit Schützenhilfe: Für Torhüter Schuhen war das 1:2 in Dresden gar die „schönste Niederlage“ seines Lebens

Gerettet trotz eines 1:2 bei Dynamo Dresden: Mit dem Klassenerhalt in der 3. Fußball-Liga endeten für den FC Hansa Monate voller Existenzkämpfe und Zukunftssorgen. Die Erleichterung war förmlich mit Händen zu greifen. „Wenn man sieht, wo wir in der Winterpause standen – vier Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz und extreme wirtschaftliche Schwierigkeiten –, dann ist das heute unglaublich“, sagte Vorstands-Chef Michael Dahlmann. Selbst die Niederlage im Ost-Prestige-Duell konnte die Jubelstimmung nicht nachhaltig schmälern. Zu viel hatte für die Rostocker auf dem Spiel gestanden. Torhüter Marcel Schuhen sprach gar von der „schönsten Niederlage“ seines Lebens.

Vielleicht darf der FC Hansa jetzt ja sogar wieder von einer besseren Zukunft träumen. Die drohende Insolvenz ist wohl abgewendet, der geplante Einstieg von Investor Rolf Elgeti eröffnet dem seit Jahren am finanziellen Abgrund balancierenden Verein ab der kommenden Saison neuen Handlungsspielraum. Zudem setzt der Einzug in den DFB-Pokal weitere finanzielle Mittel frei.

Das Spiel in Dresden war wie die gesamte Saison eine emotionale Achterbahnfahrt. Nach der frühen Führung durch José-Alex Ikeng beschränkten sich die Gäste zu früh auf das Verwaltendes kostbaren Vorsprungs. Prompt kassierten sie den Ausgleich (42.) und verloren die Partie kurz vor Schluss sogar noch. Glücklicherweise leistete der FC Rot-Weiß Erfurt mit dem 1:0 über die SpVgg Unterhaching (die Hansa mit einem Sieg in der Tabelle überholt hätte) Schützenhilfe. Das Zittern bis zum Schluss hatten sich die Rostocker allerdings selbst zuzuschreiben. Nach einer desolaten Hinrunde und einem starken Beginn 2015 lagen sie zwischenzeitlich bereits neun Punkte vor den Abstiegsrängen, bekamen auch die wirtschaftlichen Probleme mithilfe eines Benefizspiels in den Griff. Doch zum Saisonende gab es vier Pleiten in Folge…

Am Ende ging alles gut aus. Auch zwischen den Fan-Lagern von Dynamo und Hansa blieb es bis auf das Abbrennen von Pyrotechnik ruhig.

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