Ganz offiziell der Museums-Chef

Ganz offiziell der Chef des Kulturhistorischen Museums ist Dr. Steffen Stuth ab dem 1. Dezember. Nicole Pätzold
Ganz offiziell der Chef des Kulturhistorischen Museums ist Dr. Steffen Stuth ab dem 1. Dezember. Nicole Pätzold

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23. November 2012, 07:52 Uhr

Rostock | Nach mehr als zwei Jahren Übergangsphase steht der Stuhl von Dr. Steffen Stuth endlich sicher. Im Hauptausschuss ist am vergangenen Dienstag entschieden worden, dass aus seiner kommissarischen Stelle eine uneingeschränkte wird. Ab dem 1. Dezember ist Stuth damit durch den Beschluss des Ausschusses ganz offiziell der Leiter des Kulturhistorischen Museums.

Die monatelangen Überlegungen in Ausschüssen und Bürgerschaft sind vorbei. "Es ist für mich zu einem guten Ende gekommen", sagt Stuth. Ein Museum in der Größe brauche auch personell eine Perspektive. Und auch für ihn selbst ist die Arbeit im Museum eine dauerhafte berufliche Perspektive. 2001 begann er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und stellvertretender Leiter im Museum. Zuvor hatte er beim Kulturhistorischen Museum in Magdeburg gearbeitet. Seit 1. September 2010, als sich die vorherige Leiterin Dr. Heidrun Lorenzen in den Ruhestand verabschiedete, ist er kommissarischer Leiter.

Große Projekte stehen bevor

Die Übergangssituation sollte sich aber nicht auf die Arbeit des Museums im Kloster zum Heiligen Kreuz auswirken. "Wir waren in einer Situation, in der wir arbeiten mussten, Räume in Betrieb genommen und Entscheidungen getroffen werden mussten", sagt Stuth. Der Umbau des Museums war eine Herausforderung. Die Schau "Verfemte Moderne und Kunst in Mecklenburg" und die Münzausstellung sind eröffnet sowie ein neues Besucherleitsystem eingeführt worden. "Wir sind in den letzten Jahren gut vorangekommen. Das ist eine Kontinuität, die ich gern fortsetzen möchte", sagt der neue Museumsleiter. Insofern bedeutet auch die Entscheidung keinen wirklichen Bruch für ihn. "Es ist aber ein anderes Gefühl, wenn man weiß, man sitzt auf der Planstelle und es ist keine Übergangsphase mehr", sagt er. Er habe zu seiner Freude auch schon viele positive Reaktionen aus dem Museumsbereich, aber auch von Rostockern bekommen.

Zukünftig will Stuth aber dennoch einige Veränderungen anregen, auf interaktive Medien setzen, wie Informationsterminals. "Wir wollen aber keine Schnellschüsse machen", sagt er. Er will keine interaktiven Medien allein der Neuerung wegen, sondern damit die Besucher davon profitieren. Die Sammlung des Museums umfasst 165 000 Objekte. Der Umgang mit ihnen fordere einen großen Aufwand von den Mitarbeitern, Erfahrung und Fachkenntnisse, sagt Stuth. 14 Mitarbeiter hat das Haus in den Bereichen Restauration, Museumspädagogik, Wissenschaft, Sekretariat, Buchhaltung oder auch Aufsicht. Dieses Personal sei auch mindestens erforderlich, um zukünftige Herausforderungen zu stämmen. Das Museumskonzept der Stadt sieht den Ausbau der August-Bebel-Straße 1 zu einem zweiten Standort des Kulturhistorischen Museums vor. Dort soll 2018 die große Ausstellung zum Stadtjubiläum organisiert werden. "Da werden wir verstärkt dran arbeiten, um fertig zu werden. Wir haben viel zu tun", sagt Stuth.

Das Kulturhistorische Museum wurde 1859 als Rostocker Museum gegründet und gehört zu den ältesten Norddeutschlands. Es hat eine der umfangreichsten kunst- und kulturgeschichtlichen Sammlungen des Landes und auch überregionale Bedeutung. "Was für ein renommiertes und wichtiges Haus wir hier aufgebaut haben, macht mich stolz", so Stuth.

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