zur Navigation springen

Typisierungsaktion in Rostock : Für Sylvi: Rostocker wollen helfen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Mehr als tausend Menschen kommen zur Typisierung

svz.de von
erstellt am 29.Feb.2016 | 12:00 Uhr

Gesundheit ist nicht selbstverständlich. Meist kommt eine Krankheit völlig unerwartet. So auch bei Sylvia Horack. Die Rostockerin sucht dringend einen Knochenmarkspender, damit die Ärzte sie mit Stammzellen gegen eine aggressive Form von Blutkrebs behandeln können.

Ihre Angehörigen und Freunde waren nach der Diagnose völlig fassungslos und wollten aktiv werden. Sie organisierten mit weiteren Helfern eine Typisierungsaktion im Radisson Hotel und durften sich am Sonnabend über den Erfolg ihrer Hilfsaktion freuen. Dem Aufruf „Der Norden für Sylvi“ folgend, machten sich 1134 Menschen auf den Weg nach Rostock und hissten die Flagge der Hilfsbereitschaft. Die Rostocker Berufsfeuerwehr rückte mit zwölf Kameraden an. Das Basketballteam der Rostocker Seawolves reihte sich mit ihrem Trainer in die lange Schlange ein. „Da muss man helfen, ist ja quasi um die Ecke“, sagte Thomas Zilian aus Wustrow.

„Wenn ich sehe, wie viele Leute sich heute beteiligen, kommen mir die Tränen“, sagt Sylvis Freundin und Hauptorganisatorin Kristin Golombek. Sylvia wäre gerne selbst anwesend gewesen, um sich bei jedem persönlich zu bedanken, erzählt die Freundin. Leider sei ihr das aus gesundheitlichen Gründen und wegen der hohen Keimbelastung nicht erlaubt. So kümmerten sich Freunde und Familienangehörige um die zahlreich erschienenen Spender.

Innerhalb einer Stunde waren bereits die ersten 60 Blutproben gesammelt. Dabei halfen viele Ehrenamtliche aus dem Gesundheitswesen und der Malteser Hilfsdienst aus Rostock bei der Blutabnahme und Registrierung. Sponsoren stellten Getränke und Snacks für weitere Spendeneinnahmen zur Verfügung. „Die Untersuchung jeder einzelnen Blutprobe kostet 40 Euro“, so Kris Krügelstein von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS). Insgesamt wurden 14 700 Euro mobilisiert. Jetzt heißt es Daumen drücken, wenn für die 39-jährige Sylvia der rettende genetische Zwilling unter sechs Millionen Dateien gesucht wird.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen