Konzept : Für Nordwasser läuft es gut

Kostbares Nass: Mit der Nordwasser GmbH will die Stadt die Wasserver- und -entsorgung wieder selbst in die Hand nehmen.
Kostbares Nass: Mit der Nordwasser GmbH will die Stadt die Wasserver- und -entsorgung wieder selbst in die Hand nehmen.

Rostocker Wirtschaftsausschuss winkt veränderte Fassung für die zu gründende Gesellschaft durch.

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11. November 2014, 12:00 Uhr

Die Nordwasser GmbH scheint auf einem guten Weg zu sein. Zumindest zeichnet sich das nach der gestrigen Sitzung des Wirtschaftsausschusses ab. Bei dieser wurde das veränderte Konzept für die zu gründende Gesellschaft regelrecht durchgewunken. Es gab lediglich drei Enthaltungen. Alle anderen Mitglieder des Gremiums erteilten nach einer kurzen Information vonseiten des Warnow Wasser- und Abwasserverbandes (WWAV) sowie der Rostocker Versorgungs- und Verkehrsholding (RVV) ihre Zustimmung.

Nordwasser soll ab Juli 2018 Rostocks Wasserversorgung managen. Gesellschafter der GmbH sollen die stadteigene RVV sowie der WWAV werden, dem neben Rostock auch der Zweckverband Wasser-Abwasser Rostock-Land angehört. Damit nimmt die Hansestadt die Wasserver- und -entsorgung wieder selbst in die Hand. Sie erhofft sich dadurch zum einen Einnahmen, zum anderen mehr Kontrolle über die Preisentwicklung.

Ein erstes Konzept war der Bürgerschaft Ende Oktober vorgelegt worden. Daraufhin hatte es sieben Prüfaufträge und Änderungswünsche gegeben. Unter anderem hatte das Stadtparlament auf ein höchstmögliches Maß an kommunaler Mitbestimmung gedrungen.

Eine weitere Änderung hat sich darüber hinaus ergeben: Die ursprünglich angedachte Personalbeistellung – also die Ansiedlung eines Teils der Angestellten beim WWAV und nicht bei der Nordwasser – ist vorerst vom Tisch. Zwar hätte diese steuerliche Vorteile und damit 1,5 Millionen Euro Gewinn bedeutet: „Die Effektivitätsvorteile beispielsweise durch eine einfachere Steuerung und den Wegfall von Tarifungerechtigkeit überwiegen aber“, sagt WWAV-Chefin Katja Gödke.

Vergaberechtliche Bedenken meldete allerdings Helmut Schmidt (CDU) an: „Ob dieses Im-Haus-Geschäft wirklich möglich und das Ganze nicht ausschreibungspflichtig ist, das müssen am Ende die Mitbewerber und Gerichte entscheiden.“ Das Okay der Rechtsaufsichtsbehörden steht noch aus.

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