Rostock : Für Immobilien steigen die Preise

Wohnen und Arbeiten in Rostock ist beliebt. Allerdings zahlt man hier auch mit die höchsten Immobilienpreise in Ostdeutschland.
Wohnen und Arbeiten in Rostock ist beliebt. Allerdings zahlt man hier auch mit die höchsten Immobilienpreise in Ostdeutschland.

Objekte in der Hansestadt und im Land sind im Vergleich zu 2013 bis zu zehn Prozent teurer

svz.de von
20. November 2014, 09:00 Uhr

In Mecklenburg-Vorpommern steigen die Preise für Wohneigentum weiter. Vor allem in Rostock und Schwerin, aber auch in attraktiven Ferienorten am Wasser wird eine wachsende Nachfrage verzeichnet. Allerdings gebe es keine Preissprünge von mehr als zehn Prozent wie in den Vorjahren, so Tom Hübner, Vorstandsmitglied im Immobilienverband (IVD) Nord, gestern in Rostock.

„Diese Entwicklung spricht in Teilen des Marktes für eine Marktberuhigung“, sagt Hübner. Die Preise für Einfamilien- und Reihenhäuser im übrigen Land seien weitgehend stabil. Preisstabilität oder leichte Preiserhöhungen gebe es auch bei Grund und Boden. Gleichzeitig sei zu beobachten, dass der Preisdruck bei Immobilien mit eher einfachem Wohnwert nachlasse. Die Experten verstehen darunter Häuser in schlechteren Lagen oder mit einfacherer Ausstattung.

„Das könnte, nach den Preissteigerungen der Vorjahre in diesem Segment, ein Hinweis auf einen hohen Qualitätsanspruch der Käufer sein“, so Hübner. Eventuell könnte es auch ein Überangebot an älteren Häusern geben. Wer heute in Rostock ein frei stehendes Einfamilienhaus mit gutem Wohnwert und einer Wohnfläche von etwa 150 Quadratmetern kaufen möchte, müsse mit Kosten von 290 000 Euro rechnen. Die Preise seien im Vergleich zum Vorjahr zwischen fünf und zehn Prozent gestiegen. Damit seien diese Städte auf einem ähnlichen Niveau wie Kiel oder Lübeck angekommen.

Ein vergleichbares Haus in Bad Doberan, Bergen auf Rügen oder Brüsewitz bei Schwerin koste 185 000 Euro, in Neubrandenburg 190 000 Euro oder in Waren 210 000 Euro. In ganz anderen Dimensionen muss ein Käufer in Heringsdorf oder Warnemünde kalkulieren: Dort koste das Haus in guter Wohnlage 525 000 Euro beziehungsweise 600 000 Euro.

Die Mieten in den großen Städten seien dagegen nur geringfügig gestiegen. So betrage die Nettokaltmiete für eine Mietwohnung mit gutem Wohnwert in Schwerin im Schnitt 6,85 Euro pro Quadratmeter und in Rostock 8,30 Euro. Diese entspreche einer Steigerung von jeweils rund einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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