Hilfspaket auf der Tagesordnung : Für Hansa geht es morgen um alles

Fans bangen um die Zukunft ihres Vereins. Foto: Geos
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Fans bangen um die Zukunft ihres Vereins. Foto: Geos

Entscheidung über Hansas Zukunft zum Greifen nah: Die Rostocker Bürgerschaft will nun doch schon auf ihrer morgigen Sitzung über das Hansa-Rettungspaket entscheiden. Das haben die Fraktionsspitzen beschlossen.

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07. Mai 2012, 09:08 Uhr

Rostock | Jetzt doch: Die Bürgerschaft lässt die Entscheidung über das Hansa-Rettungspaket auf der Tagesordnung für ihre morgige Sitzung. Das haben die Fraktionsspitzen gestern beschlossen. "Eine Verschiebung um eine Woche würde keine neuen Erkenntnisse bringen", sagt Bürgerschaftspräsidentin Karina Jens (CDU). Und mehr Zeit könnten sich die Mitglieder ohnehin nicht nehmen. Denn der Verein muss bis spätestens 24. Mai seine Liquidität beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) nachweisen, um die Lizenz für die dritte Liga zu bekommen.

Das Rettungspaket der Stadt sieht einen Teilerlass der Steuerschulden in Höhe von 680 000 Euro, den Ankauf eines in Hansa-Besitz befindlichen Sportgeländes für 530 000 Euro und einen Sofort-Zuschuss an den Verein in Höhe von 750 000 Euro vor. Allerdings weist Jens darauf hin, dass der Zuschuss an den Schuldenerlass gekoppelt wird. Sollte das Finanzamt den Erlass ablehnen, wären auch die 750 000 Euro hinfällig. "Der Amts-Bescheid ist nicht vor Juni zu erwarten", sagt Jens.

Sie betont zudem die Last, die auf den Schultern der Bürgerschaftsmitglieder ruht. "Bei ganz vielen anderen Vereinen geht es nur um 500 oder 1000 Euro - und da wird Nein gesagt", so die Präsidentin. Viele Politiker treibe zudem die Sorge um das langfristige Sanierungskonzept um. Das will Hansa-Vorstandsvorsitzender Bernd Hofmann ihnen heute noch einmal vorstellen. Dabei wird er von Wirtschaftsprüfern unterstützt. Diese hatten zuletzt den Verkauf des Stadions zur Voraussetzung für eine gelungene Konsolidierung gemacht.

Unterdessen planen Fans, Spieler und Vereinsangehörige morgen eine erneute Kundgebung vor dem Rathaus. Ab 15 Uhr wollen sie für ein "Ja zum FCH" werben und mit den Einwohnern und den Politikern ins Gespräch kommen. "Jeder soll kommen und so ein Zeichen setzen", sagt Roman Päsler, Vorstandsvorsitzender der Fan-Szene Rostock.

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