Uni Rostock : Für ein kommunikatives Europa

Barbara Amling, Leiterin des Sprachenzentrums der Universität Rostock, bereitet in ihrem Büro in der Ulmenstraße einen Englisch-Test für Ingenieure vor.
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Barbara Amling, Leiterin des Sprachenzentrums der Universität Rostock, bereitet in ihrem Büro in der Ulmenstraße einen Englisch-Test für Ingenieure vor.

Das Sprachenzentrum der Uni Rostock lehrt elf Sprachen. Diese Vielfalt stemmen Festangestellte und Honorarkräfte bisher gemeinsam.

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18. November 2014, 09:00 Uhr

Arabisch, Chinesisch, Deutsch als Fremdsprache, Englisch, Französisch, Italienisch, Latein, Rumänisch, Russisch, Schwedisch und Spanisch: „Wir haben ein solides Angebot an Fremdsprachen“, sagt Dr. Barbara Amling, Leiterin des Sprachenzentrums der Universität Rostock. „Anglizistik und Romanistik sind gesonderte Bereiche“, fügt ihr Stellvertreter Dr. Klaus Rambow hinzu.

Das Zentrum betreut zirka 1500 Studenten. Insgesamt bringen sich dort 15 Festangestellte ein. Dazu kommen etwa genauso viele Honorarkräfte. „Diese sind in den Bereichen tätig, die für Studenten nicht verbindlich vorgeschrieben sind“, so Amling. Obligatorische Kurse würden von Festangestellten übernommen. „Unsere Sprachenvielfalt könnten wir ohne die Lehrbeauftragten so nicht bereit stellen“, sagt die Rostockerin.

Schließlich hat sich das Zentrum der Maxime „Ein Europa – viele Sprachen“ verpflichtet und will dazu beitragen, „dass künftig alle EU-Bürger neben der Muttersprache wenigstens zwei Fremdsprachen sprechen“, sagt Amling. „Ein Lehrauftrag darf nicht mehr als zehn Stunden betragen und ein Honorar von 23 Euro nicht überschreiten“, so Amling. Insofern entspreche das Vorgehen des Zentrums den rechtlichen Vorgaben: Dortige Honorarkräfte verdienen 21 Euro pro Stunde. Wenn sie vorgefertigte Klausuren abnehmen und korrigieren, kommen 1,50 Euro dazu – „nicht genug“, räumt Amling ein.

In der 2008 überarbeiteten Lehrauftragsrichtlinie des Bildungsministeriums heißt es zur Höhe der Vergütung pro Stunde folgendermaßen: „Lehrbeauftragte mit den Aufgaben einer Lehrkraft für besondere Aufgaben, die ein Studium an einer wissenschaftlichen Hochschule abgeschlossen haben oder entsprechend qualifiziert sind, verdienen bis zu 23,01 Euro.“

„Dafür dürfen Lehrbeauftragte Weiterbildungsangebote des Sprachenzentrums kostenlos wahrnehmen“, so Amling, die selbst pro Woche acht Stunden Englisch für Ingenieure unterrichtet. Zum Lehrinhalt gehörten auch teambildende Maßnahmen oder Treffen zum Jahresende, sagt sie.

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