zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. November 2017 | 01:42 Uhr

Frühzeitig zur Nummer eins erklärt

vom

svz.de von
erstellt am 23.Jun.2010 | 10:20 Uhr

Rostock | Jörg Hahnel geht in seine fünfte Saison beim FC Hansa Rostock. Gemeinsam mit Dexter Langen ist er der dienstälteste Profi des jetzigen Fußball-Drittligisten. Bis auf die Saison 2008/09, in der er in jedem Spiel zwischen den Pfosten stand, war ihm stets ein anderer Torhüter vorgezogen worden, ob Mathias Schober (2006/07), Stefan Wächter (2007/08) oder Alexander Walke (2009/10). Jetzt aber ist "Jockel" frühzeitig zur Nummer eins erklärt worden. Peter Richter sprach mit ihm.

Jörg, wie ist es, lange vor Saisonbeginn von allen Seiten den Rücken gestärkt zu bekommen, Vertrauen zu spüren? Das muss doch gerade für Sie eine Genugtuung sein?!

Jörg Hahnel: Ja, auf alle Fälle. Vorher gab es jedes Jahr eine neue Nummer eins. Auch, als ich es dann nach der Verletzung von Stefan Wächter wurde, kam es mir so vor, als ob Trainer Frank Pagelsdorf eigentlich gern jemand anderen geholt hätte. Ich hatte jedenfalls nicht das Gefühl, dass er auf mich steht. Jetzt ist es so, dass sowohl Manager Stefan Beinlich als auch Trainer Peter Vollmann mir das Vertrauen ausgesprochen haben, mich auch als Führungsspieler sehen. Das ist schön zu hören.

"Hatte schon das Gefühl, für die Fußballwelt zu lieb zu sein"

Sind Sie als zweiter Mann vielleicht zu ruhig gewesen?

Kann sein, dass ich das als Ersatztorhüter im Kampf um einen Stammplatz war. Ich hatte zwischenzeitlich fast schon das Gefühl, für die Fußballwelt zu lieb zu sein. Vielleicht hätte ich öfter mal meine Ansprüche deutlich anmelden sollen. Ich war meiner Meinung nach ja nicht der schlechtere, sondern der unglücklichere Torwart, der einfach nicht das Vertrauen des Trainers hatte.

Vor der Einigung mit Hansa auf einen neuen Zwei-Jahres-Vertrag machte das Gerücht die Runde, dass Bielefeld an Ihnen interessiert sein soll.

Das ist frei erfunden. Ich weiß nicht, wo das herkommt. Ich hatte zwar andere Angebote, auch ein festes aus der 2. Bundesliga, aber nicht von Arminia Bielefeld. Zu dem Zeitpunkt hatte ich außerdem auch noch gar nicht mit Hansa gesprochen, und ich habe immer gesagt, ich möchte mir erst das Konzept von Rostock anhören.

Was gab den Ausschlag für Hansa?

Meine Freundin, die ich seit einem knappen Jahr habe, und die sportliche Herausforderung. Ich befand mich noch nicht so oft in der Lage, die Nummer eins zu sein, und möchte jetzt das Vertrauen zurückzahlen. Außerdem fühle ich mich auch sehr, sehr wohl hier. Dann ist das auch in Ordnung, wenn man finanziell ein paar Abstriche macht.

Was haben Sie sich für die Saison 2010/11 vorgenommen?

Dass wir in der Vorbereitung so schnell wie möglich zueinander finden. Es ist ja ein Großteil der Mannschaft neu, auch die Vereinsführung, der Manager, der Trainer. Das muss jetzt rasch eng zusammenwachsen, dass wir ein eingespieltes Team werden. Für die Defensive wünsche ich mir natürlich vor allem, dass wir so wenig wie möglich Gegentore bekommen. Ich hoffe, dass wir uns bis zur Winterpause gut finden und eine ordentliche Platzierung in der Tabelle erreichen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen