Demonstration : Friedlicher Protest für Betty

Die Vertreter der Initiative Für Betty protestierten vor dem Studentenwerk gegen den Abriss des Elisabeth-Heimes.
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Die Vertreter der Initiative Für Betty protestierten vor dem Studentenwerk gegen den Abriss des Elisabeth-Heimes.

Bürger und Ortsbeirat kämpfen gegen Abriss des Elisabeth-Heimes in der KTV. #wirkoennenrichtig

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02. Oktober 2017, 08:00 Uhr

Rund 200 Teilnehmer waren angemeldet worden – doch für den Erhalt des ehemaligen Elisabeth-Heimes in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt (KTV) demonstrierten am Sonnabend nicht einmal die Hälfte. Startpunkt war das Studentenwerk in der St.-Georg-Straße, das als Eigentümer des Gebäudes den Abriss plant, um Platz für einen Neubau mit Mensa und Wohnheimplätzen zu schaffen. Über den Neuen Markt zog die Gruppe Richtung Ulmenstraße zu dem Gebäude, das sie liebevoll Betty nennen und das im 19. Jahrhundert die erste Einrichtung der Behindertenfürsorge in MV war.

„Unser Hauptziel ist der Erhalt des Gebäudes“, sagte Friedemann Heske. Der 27-Jährige ist Teil der Initiative Für Betty, die sich dafür einsetzt, das Elisabeth-Heim in ein offenes, gemeinschaftlich genutztes Haus der Begegnung für verschiedenste Initiativen und Privatpersonen umzuwandeln. Unter den Demonstranten war auch Hannes Rother, der zu den Initiatoren der Petition für den Erhalt der Betty gehört und nicht nur auf die historische Bedeutung des Gebäudes hinweist. „Die beiden vor Ort stehenden Rotbuchen sind mit ziemlicher Sicherheit die ältesten Bäume der KTV.“

Deshalb hat der Ortsbeirat für sie einen Naturschutzdenkmalantrag gestellt. „Und für das gesamte Ensemble, also Hausnummer 44, 45 und den Park, auch einen Denkmalantrag, der schon in Schwerin liegt, aber über den dort noch nicht entschieden wurde“, so Vorsitzende Anette Niemeyer (Aufbruch 09). Der Beirat sei nicht gegen die Nutzungsabsichten, erkenne den Bedarf für Wohnen und Mensa, halte die Pläne aber für überdimensioniert.

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