Frieda 23 nimmt Gestalt an

Baustelle: Harry Körber zeigt, wo die Bauarbeiten begannen - an der Südseite. Entkernt ist das Gebäude schon komplett. nicp
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Baustelle: Harry Körber zeigt, wo die Bauarbeiten begannen - an der Südseite. Entkernt ist das Gebäude schon komplett. nicp

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23. Mai 2013, 07:56 Uhr

Kröpeliner-Tor-Vorstadt | Wo gerade noch eine riesige Baustelle thront, entsteht binnen der nächsten neun Monate die neue Kunst- und Medienschule Frieda 23. Was die Bauherren von der Karo gAG in freudige Erwartung versetzt, bedeutet für viele Anwohner Stress durch den Baulärm, weiß Hans-Joachim Toscher vom Ortsbeirat des Viertels - für die Altenpflegerin, die Nachtschichten schiebt und tagsüber schläft, oder auch die junge Familie mit vierjährigem Kind. Die Anwohner hätten sich gewünscht, besser informiert zu werden, was wann passiert.

"Das Schlimmste ist überstanden"

Doch zurzeit entspannt sich die Lage. Die Karo gAG hat am Montag Flyer in der Nachbarschaft verteilt, die die Anwohner über den Ablauf informieren, obwohl das Bauschild schon seit Monaten steht. Und auch der Baulärm wird eingedämmt.

"Das Schlimmste ist überstanden", sagt Harry Körber vom Aufsichtsrat der gemeinnützigen Aktiengesellschaft. Denn die Abrissarbeiten seien vorbei und damit auch der Lärm von Möbeln oder Fenstern, die über eine Baurutsche in Container fielen. "Der Bau ist entkernt. Schadstoffe, Asbest oder Steinwolle sind raus", so Körber. An der Südseite, an der ein Flügel abgetragen wurde, haben die Arbeiten im September 2012 begonnen. Bis etwa Mitte Juni gehen sie dort noch weiter. Die einzelnen Gewerke arbeiten sich in drei Phasen durch den Bau, sodass möglichst viele zur gleichen Zeit daran tätig sein können - nach dem Abbruch die Maurer, Fensterbauer sowie die Fassaden- und Dacharbeiter. Das Gerüst wandert Stück für Stück in Richtung Norden. In der dritten Phase wird der Ausbau des Nordflügels begonnen. Parallel dazu wird der große Kinosaal im Hof der Schule gebaut. Die notwendigen Pfähle dafür stehen schon.

Mit Beginn des Winters sollen alle Außenarbeiten am Gebäude abgeschlossen sein, um die kalte Jahreszeit für den Innenausbau zu nutzen. Ende Februar 2014 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, dann wird nur noch innen nachgerüstet. Hauptauftragnehmer ist die Firma Warnemünde Bau. Im Detail sei die Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung und -entwicklung zuständig, so Körber. Sie habe das Planungsbüro Buchholz und Schlettwein beauftragt, das bereits mit solchen Schulbauten vertraut sei. Die Baukosten belaufen sich auf rund 4,8 Millionen Euro und werden zu 2,9 Millionen Euro aus Städtebaufördermitteln übernommen.

Die Frieda 23 wird ein Zentrum für moderne Kunst und neue Medien. Auf 2800 Quadratmetern haben künftig das Radio Lohro, das Lichtspieltheater Wundervoll, die Kunstschule und das Institut für Neue Medien ihren Sitz. Zudem wird es weitere Mieter aus dem Kunst- und Kulturbereich geben, wofür rund 100 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Zahlreiche Anfragen seien eingegangen, so Körber. Die neuen Mieter stehen noch nicht fest. Die Karo gAG will über den Verkauf von Kultur- und Kunstaktien innovative Projekte ermöglichen und fördern.

Ortsbeiratsmitglied Toscher und viele Anwohner hoffen jetzt auf eine gute Lösung zur Hanse Sail. Ihre Idee: Der Bauzaun könnte mit einer Plane verkleidet werden.

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