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Kriminalität : Freundin erwürgt und begraben: Prozess gegen 35-Jährigen beginnt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Der Rostocker soll seine Lebensgefährtin schon früher vergewaltigt haben.

Das Verbrechen löste Entsetzen aus: Ein Mann vergewaltigt laut Anklage seine Lebensgefährtin, sie verzeiht ihm. Wenige Wochen später tötet er sie. Ihre Leiche vergräbt er im Wald. Anfang Dezember beginnt vor dem Landgericht Rostock der Prozess.

Der 35-Jährige muss sich vom 2. Dezember an wegen Totschlags und zweimaliger Vergewaltigung verantworten. Der Fall hatte große Aufmerksamkeit erregt, da der mutmaßliche Täter seine Lebensgefährtin zuerst getötet und später in einem Waldstück an der Stadtautobahn vergraben haben soll.

Besonders tragisch: Laut Staatsanwaltschaft hatte der Mann die 32-jährige Frau bereits am Silvesterabend vergewaltigt und war deshalb in Untersuchungshaft genommen worden. Nachdem er sich entschuldigt und die Frau ihm verziehen hatte, wurde er Mitte Januar entlassen. Es hätten keine weiteren Gründe für eine Inhaftierung vorgelegen. Früheren Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge hatte die Frau vor seiner Entlassung gesagt, dass sie keine Angst vor ihm habe und weiter mit ihm zusammenleben wolle.

Der 35-Jährige hatte dann nach Erkenntnissen der Ermittler Anfang Februar die Frau in ihrer Wohnung erwürgt und sie dort liegenlassen. Mehrere Tage später habe er sich wegen der beginnenden Geruchsbelästigung entschlossen, die Tote etwa 600 Meter von der Wohnung entfernt in einem Wäldchen an der Stadtautobahn bei Lichtenhagen zu vergraben.

Nach der Vergewaltigung einer zweiten Frau am 22. März kam der mehrfach, allerdings nicht einschlägig Vorbestrafte erneut in Untersuchungshaft, wo er sich seiner Anwältin anvertraut habe. Danach habe er die Polizei zu dem Ort in das Wäldchen geführt, wo er seine Lebensgefährtin vergraben hatte.

Wegen seiner Vorstrafen war der Mann von 2002 bis 2009 im so genannten Maßregelvollzug gewesen. Dabei geht es um die Unterbringung von psychisch kranken Straftätern zum Schutz der Bevölkerung und zur Therapie der Betroffenen. Diese Unterbringung habe nach damaligen Worten des Staatsanwalts einen positiven Behandlungsverlauf genommen, sodass sie außer Vollzug gesetzt werden konnte. In der anschließenden Führungsaufsicht hätten sich keinerlei Anhaltspunkte für eine erneute Straftat ergeben.

 

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