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11. Dezember 2017 | 11:07 Uhr

Freundeskreis feiert Jubiläum

vom

svz.de von
erstellt am 02.Aug.2013 | 09:25 Uhr

Pünktlich zum Vereinsjubiläum sind die Bögen am Weidendom fast vollständig zusammengewachsen. So können sich die Gäste des Freundeskreises, der heute sein zehnjähriges Bestehen feiert, über ein grünes Blätterdach über ihren Köpfen freuen. Ab 17 Uhr lädt der Verein Mitglieder und Freunde sowie Anwohner aus Schmarl und Groß Klein zu einer Feier im Weidendom ein. „Die Warnemünder Trachtengruppe wird kommen und wir zeigen einen Kurzfilm über die Errichtung des lebenden Bauwerks, das zu den größten weltweit zählt“, sagt Veranstaltungskoordinatorin Karin Krentz (61). Zum Abschluss des Abends können sich die Besucher anlässlich des Sommerkinos um 21.30 Uhr auf den Film „Brot und Tulpen“ freuen. Krentz erwartet 70 bis 80 Leute zur der Jubiläumsfeier.

Der Weidendom selbst ist bereits zwölf Jahre alt. Er wurde im Frühjahr 2011 für die IGA von mehr als 600 freiwilligen Helfern unter Federführung des Architekten Marcel Kalberer errichtet. Andachten, Gottesdienste, Konzerte, Tanzvorführungen, Lesungen und Ausstellungen werden seitdem dort abgehalten. „Nach dem Ende der internationalen Gartenausstellung im Herbst 2003 gründete sich der Freundeskreis, mit dem Ziel, den Dom weiterhin zu erhalten“, sagt Krentz. Andernfalls wäre er vielleicht verwahrlost oder abgeholzt worden. „Aber das Herz der Kirchenleute schlug damals für den Weidendom“, fügt sie hinzu.

Sobald der letzte Frost im Frühjahr verschwindet, trifft sich seitdem einmal die Woche ein eingeschworenes Team des Freundeskreises, um die Weiden in Form zu schneiden und zu binden. „Wir sind im Schnitt zehn bis zwölf ehrenamtliche Helfer“, sagt Werner Murawski (70). Im Moment kommt das Team kaum hinterher, die Zweige zu stutzen. Der Regen in der letzten Zeit und eine neue Tröpfchen-Bewässerungsanlage, die der IGA-Park im vergangenen Jahr verlegt hatte, tun dem Gewächs gut. „Davor haben wir den Weidendom mit Brackwasser aus dem Schmarler Bach versorgt, das scheint ihm nicht so gut bekommen zu sein“, sagt der Koordinator der Arbeitseinsätze. Die größte und zugleich schwierigste Aufgabe für die Ehrenamtler ist, die Zweige in Form zu binden, damit sie weiter am Gerüst entlang wachsen und nicht wie wild in die Höhe schießen.

Ein Ort der Ruhe und Besinnung
Schließlich soll das lebende Bauwerk auch in den kommenden Jahren ein Ort der Besinnung und der Ruhe bleiben, aber nicht nur für Gläubige. „Auch für kirchenferne Menschen und flanierendes Publikum ist es ein Ort zum Genießen“, betont Krentz. Gerade, um Mitglieder von evangelischen und katholischen Gemeinden zusammenzubringen, veranstaltet der Freundeskreis jedes Jahr zum Auftakt und Abschluss der Saison einen ökumenischen Gottesdienst. Jährlich 4000 Besucher zählt der Verein bei seinen insgesamt 40 Veranstaltungen. „Die Besucher des IGA-Parks, die sich den Weidendom anschauen, sind da nicht mit eingerechnet“, sagt sie. Für die Zukunft hoffen Krentz und Murawski, verstärkt jüngeres Publikum und mehr freiwillige Helfer für den Erhalt des Weidendoms gewinnen zu können. Jenny Pfeifer

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