zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

25. September 2017 | 08:08 Uhr

Geschichte : Freude über Münzfund von 1647

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Eine bisher versiegelte Papierrolle aus der Zeitkapsel des Doberaner Münsters von 1892 offenbart historische Schätze.

svz.de von
erstellt am 20.Mai.2014 | 14:00 Uhr

Spannend ist es gestern Nachmittag noch einmal im Bad Doberaner Münster gewesen. Unter vielen interessierten Blicken wurde dort der Inhalt einer der beiden vergangene Woche geöffneten Zeitkapseln aus der Turmbekrönung präsentiert. Beim ersten Termin hatte sich keiner der anwesenden Experten getraut, die gut versiegelte Rolle zu öffnen – um den Inhalt nicht zu beschädigen. „Wir haben uns dann noch einmal beraten und sind in aller Ruhe ans Werk gegangen“, sagt Kustos Martin Heider.

Alexander Schacht von der Denkmalbehörde des Landkreises war deshalb gestern wieder nach Bad Doberan gekommen und hatte sich an den wertvollen Fund gewagt. Und was die Männer entdeckten, war alle Aufregung wert: „Neben einer Urkunde in Schönschrift waren es Zeitungsausschnitte und Münzen aus dem Jahr 1892, als der neue Turm des Münsters aufgesetzt wurde“, so Heider. Die Geldstücke waren dabei alle einzeln in Seidenpapier verpackt. Viel mehr Freude riefen allerdings weitere Münzen hervor, die aus dem Vorgängerturm des Münsters stammten – die älteste übrigens von 1647. „Das war eindeutig der historisch wertvollere Fund“, sagte Heider. Die andere Zeitkapsel, deren Inhalt bereits vergangene Woche komplett ausgepackt worden war, enthielt vor allem Kalender von 1892, „also gängige Literatur der damaligen Zeit, die auch heute noch zu finden ist“, so der Kustos.

Damit sich auch nachfolgende Generationen über solch bedeutende Funde freuen können, steht für Martin Heider fest, dass alle Bestandteile der alten Zeitkapsel gut dokumentiert, aber nicht ausgestellt werden. Stattdessen wird eine neue Kapsel gepackt und nach Abschluss der laufenden Sanierung an der Turmbekrönung des Münsters befestigt. „Das ist schließlich auch der sicherste Ort“, sagt der Kustos.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen