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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. Oktober 2017 | 07:50 Uhr

WLAN : Freies Internet für die Rostocker

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Der Verein Opennet Initiative verbindet mit Antennen und Hotspots Häuser, um Netzzugang zu gewährleisten

von
erstellt am 15.Feb.2015 | 09:00 Uhr

Auf dem Gelände des Botanischen Gartens in der Hamburger Straße können bald auch Nicht-Studenten freies Internet nutzen. In der vergangenen Woche haben Christian Wedell und Matthias Meisser von der Initiative Opennet mit Vertretern des Gartens eine erste Standortbesichtigung gemacht und technische Möglichkeiten ausgelotet. „Die Verantwortlichen wollen auch den Nicht-Studenten die Möglichkeit von freier Internetnutzung bieten. Deshalb haben sie sich an uns gewandt. Das freut uns natürlich sehr“, sagt Christian Wedell von Opennet.

Die Initiative möchte ein Netz, das Stadtteile und Ortschaften miteinander verbindet, erschaffen. „Wir sind ein Verein und jeder, der freies Internet benutzen möchte und Interesse an der Einrichtung hat, kann sich bei uns melden“, so Matthias Meisser weiter. Mit dem Motto „Klare Luft, freie Netze“ bauen die Vereinsmitglieder in Rostock und Umgebung ein freies Funknetz auf. Dabei setzen sie auf WLAN-Technik und die Vernetzung von Dach zu Dach und Haus zu Haus. Voraussetzung für die Einrichtung sind Sichtverbindung zwischen den Standorten. Zum einen gibt es freie Zugangspunkte, wie es die Stadt Rostock auch macht. „Für Vereinsmitglieder gibt es natürlich auch Internetzugänge, jedoch für einen Obolus von 70 Euro, damit wir den technischen und personellen Aufwand ein bisschen vergüten können“, erklärt Opennet-Mitstreiter Wedell. Besonders stolz ist die Gruppe auf die zwei Punkte am Stadthafen – so können die Rostocker dort freies Internet rund um die Uhr nutzen. Auslöser für diese Anschaffung war die Hanse Sail. „Vor allem für die vielen Touristen, die Rostock dann besuchen, ist das ein super Zeichen der Stadt.“

„Entfernungen von bis zu zehn Kilometern sind mit Antennen kein Problem. Wichtig ist auch die Bereitschaft von Anwohnern, den eigenen DSL-Anschluss zu teilen“, sagt Wedell. Auf diese Weise solle die Kultur des Gebens und Nehmens gefördert werden: Einige Teilnehmer stellen einen Teil ihres Internet-Zugangs zur Verfügung, während andere durch Mitarbeit der Initiative einen vollwertigen Zugang zum Internet erhalten, ohne über einen eigenen Telefon- oder Internetanschluss verfügen zu müssen. „Dieses Arrangement ist einfach super“, so Matthias Meisser. Mit jedem neuen Knoten wachse das Netz weiter. Mittlerweile sind mehr als 160 Opennet-Teilnehmer in Rostock und MV aktiv.

Gestartet ist die Initiative bereits 2004 – zu diesem Zeitpunkt gab es keine Möglichkeit für die Anwohner der Kröpeliner-Tor-Vorstadt (KTV), schnelles Internet einzurichten. „Uni-Mitarbeiter haben damals angefragt, ob das Uni-Netz erweitert und dann eben auch in der KTV genutzt werden könnte. Daraufhin hat sich dann der Verein gegründet“, erzählt Mitstreiter Meisser. „In Rostock sind wir jetzt sehr gut vertreten und auch in Schwerin haben wir ein gutes Netz aufgebaut. Aber klar, können wir jeden Aktiven gebrauchen.“ Wer mitmachen möchte, kann sich bei den Mitgliedern melden oder direkt zum Stammtisch des Vereins in der Frieda 23 kommen. „Montags treffen wir uns und besprechen, welchen Leuten wir als nächstes helfen können“, sagt Matthias Meisser.

Kontakt: per E-Mail an vorstand@opennet-initiative.de; Telefonnummer: 0381/274 48  97
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