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Uniklinik : Frauen gehen vermehrt zur Brustkrebs-Vorsorge

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Per Mammographie-Screening können Radiologen mögliche Geschwüre aufspüren

svz.de von
erstellt am 05.Jan.2015 | 12:00 Uhr

Immer mehr Frauen zwischen 50 und 69 Jahren nutzen das regelmäßige Mammographie-Screening – die vorbeugende Röntgenuntersuchung der Brust – an der Rostocker Uniklinik. Auf fast 19 000 Frauen aus Rostock, von der Insel Rügen bis nach Bützow, Krakow am See, Teterow und Gnoien belief sich im vergangenen Jahr die Gesamtzahl der Teilnehmerinnen am Mamma-Screening. Im Vergleich zum Vorjahr ist damit eine leichte Steigerung bei der Nutzung dieser Vorsorgemaßnahme zu verzeichnen. Inzwischen wird sie für die betreffende Altersgruppe in ganz MV flächendeckend angeboten und durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen getragen.

Das Mamma-Screening sei derzeit die effektivste Früherkennungsmethode bei Brustkrebs, sagt Dr. Christian Schulze (54), einer der beiden Radiologen im Zentrum für Mammographie- Screening in Rostock. Dieses war 2007 eröffnet worden und befindet sich in der alten Frauenklinik in der Doberaner Straße 142. Dort arbeiten die Spezialisten, die auch die Röntgenaufnahmen aus der Güstrower Zweigstelle bewerten. „Wir sind per Computer vernetzt, die Bilder werden auf diesem Wege hierher geschickt“, so Schulze. Die Speicherung der Aufnahmen auch über Jahre im Computer ermögliche Vergleiche, die bei der Diagnose sehr von Nutzen sein können, meint er. Jedes Röntgenbild werde mindestens von zwei erfahrenen Radiologen beurteilt. „Insgesamt haben wir fünf Ärzte, die die Aufnahmen befunden“, sagt Schulze. Dabei werden auch die Experten der beiden Rostocker Praxen mit herangezogen, die ebenfalls das Mammographie-Screening anbieten.

Gebe es bei den Aufnahmen Verdachtsmomente, werden diese in Konferenzschaltungen beraten und weitere Untersuchungen eingeleitet. Den Vorteil des Screening-Programms sieht Schulze nicht nur in der regelmäßigen Kontrolle, durch die sich auch kleinste Krebsherde aufspüren lassen, sondern auch in der großen Erfahrung der Radiologen, die die Röntgenbilder auswerten. „Ein Arzt sollte mindestens 5000 solcher Aufnahmen im Jahr befunden“, sagt er.

Dennoch sei dieses Programm keine Konkurrenz zu den niedergelassenen Frauenärzten. „Zu uns kommen in der Regel Frauen ohne Beschwerden. Eine Aufnahme bei uns ersetzt nicht den Besuch beim Frauenarzt“, so Schulze. Eingeladen zum Mamma-Screening werden die Frauen zwischen 50 und 69 alle zwei Jahre. „Viele Fälle sind unauffällig, aber eben nicht alle. Entdeckt man den Brustkrebs, wenn er noch unter 1,5 und möglichst noch unter einem Zentimeter groß ist, gibt es gute Heilungschancen“, so der Experte. Jährlich gebe es in seinem Bereich mehr als 100 Fälle, bei denen dank des Screenings Brustkrebs bestätigt werde. Das Risiko, durch die Frühuntersuchungen bei Frauen jenseits der 50 das Brustgewebe zu schädigen, sei sehr gering, so Schulze.

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