Rostock : Fotografen aus MV zeigen ihre Werke

Abstrakte Landschaften aus seiner ganz eigenen Position und Perspektive zeigt Fotograf Kirk Sora ab heute in der Galerie Amberg des Kunstvereins zu Rostock.
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Abstrakte Landschaften aus seiner ganz eigenen Position und Perspektive zeigt Fotograf Kirk Sora ab heute in der Galerie Amberg des Kunstvereins zu Rostock.

Kunstverein der Hansestadt stellt ab heute verschiedene Eindrücke und Interpretationen von Landschaften aus.

svz.de von
22. Juni 2016, 12:00 Uhr

Ob klassische Schwarz-Weiß-Fotografie im Pigmentdruck, Aufnahmen mit der Lochkamera oder Stitchingverfahren – in der Galerie Amberg wird heute Abend eine neue Ausstellung mit Werken von zehn Künstlern aus MV eröffnet. „Positionen zur Landschaft, das ist erst mal ein ziemlich unspektakulärer Titel“, sagt Thomas Häntzschel, Kurator der Schau und Vorsitzender des Kunstvereins zu Rostock. Aber der Name ist Programm: „Ich habe eine Auswahl getroffen, die die Vielfalt der Fotografie zeigen soll. Die verschiedenen Perspektiven der Künstler zur Landschaftsfotografie“, so Häntzschel.

Ein besonderes Faible hat Gerhard Stromberg, der zum ersten Mal in Rostock ausstellt. Der Goldberger hat eine ganze Serie von Landschaften zusammengestellt, die nicht nur Naturfotografie zeigen, sondern kultivierte Felder und deren Umgebung. „Ich will zeigen, was der Mensch mit den Landschaften gemacht hat, wie er sich darin zurechtfindet – im positiven Sinne“, sagt der Künstler. Zu sehen sind bewässerte Reisfelder in Italien oder eine Salzgewinnungsanlage in der Bretagne. „Im Grunde genommen geht es nur darum, ein gutes Bild zu machen und sonst nichts“, so Stromberg.

Ganz anders sieht das Tim Kellner, der sich der Konzeptkunst verschrieben hat. „Das ,Invisible Hole‘ ist eine Hommage an Burgin. Es gibt keine eigenen Arbeiten von ihm, aber Arbeitsanweisungen, die ich umgesetzt habe“, so Kellner. In der Galerie zeigt er eine Fotografie von einem Stück Rasen, das mithilfe von vier Spiegeln ein Erdloch unsichtbar werden lässt.

Die farbkräftigen, graffitiartigen Arbeiten von Kirk Sora heben sich stark von den anderen ab, sind auf den ersten Blick gar nicht als Landschaften zu erkennen. „Ich gestalte meine Landschaften selbst. Dabei ist es die Herangehensweise, die Interpretation des Begriffs Landschaft, die zählt“, meint Sora. Die Ausstellung wird heute um 19.30 Uhr eröffnet.

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