Universität Rostock : Forscher starten Riesen-Schiffsmotor

Die Ingenieure Karsten Schleef (r.) und Björn Henke testen den Schiffsmotor.
Die Ingenieure Karsten Schleef (r.) und Björn Henke testen den Schiffsmotor.

svz.de von
17. September 2015, 21:00 Uhr

An der Universität Rostock ist einer der weltweit größten Forschungsmotoren in Betrieb genommen worden. An dem vier Meter hohen Ein-Zylinder-Schiffsdieselmotor war zwei Jahre lang gebaut worden. Mit dem Projekt soll die Entwicklung von Schiffsmotoren mit geringeren Schadstoffemissionen vorangetrieben werden, teilte die Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik gestern mit.

Hintergrund ist der Druck auf die Schifffahrts- und Schiffbaubranche, die Schadstoffemission zu verringern. Senkung des Methan-, Stickoxid- und Kohlendioxidausstoßes bei gleichzeitiger Steigerung der Leistung laute das übergreifende Ziel des Großprojekts, das vorerst bis Ende 2016 laufen wird, sagte Horst Harndorf vom Lehrstuhl für Kolbenmaschinen und Verbrennungsmotoren: „Wir wollen wegweisend daran mitwirken, dass im Schiffsverkehr künftig Emissionsgrenzen eingehalten werden können.“

Der rund vier Millionen Euro teure und 43 Tonnen schwere Motor ist zusammen mit anderen Instituten der Universität sowie dem Rostocker Hersteller von Schiffsmotoren Caterpillar entstanden.

Wissenschaftler der Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik beschäftigen sich seit 1955 mit der Entwicklung von Verbrennungsmotoren. Wie der Rektor der Universität Rostock, Wolfgang Schareck, sagte, eröffnen sich mit dem Projekt im Bereich der Forschung an Großmotoren ganz neue Möglichkeiten.

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