Elektro-Autos in Rostock : Fördermittel für mehr Ladestationen

Einen Fördermittelbescheid hatte Energieminister Christian Pegel (SPD) gestern für Ute Römer, Vorstand der Stadtwerke, dabei. Nutznießer könnte einst E-Trabi-Fahrer Jörg Hilbert sein.
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Einen Fördermittelbescheid hatte Energieminister Christian Pegel (SPD) gestern für Ute Römer, Vorstand der Stadtwerke, dabei. Nutznießer könnte einst E-Trabi-Fahrer Jörg Hilbert sein.

Minister überreicht Bescheid. Bisher sind Elektro-Autos meist Firmenwagen.

svz.de von
14. August 2016, 09:00 Uhr

Seit Anfang Juli gibt es vom Bund eine Prämie für Käufer von Elektroautos. In der Hansestadt hat sich das allerdings noch nicht bemerkbar gemacht. Vor Einführung der Bundesförderung gab es in Rostock laut Angaben des Kraftfahrtbundesamtes etwa 20 registrierte Elektroautos – im Monat Juli kamen landesweit fünf Neuzulassungen dazu.

In der Mehrheit sind Elektrofahrzeuge in Rostock bisher Firmenwagen. „Allein die Stadtverwaltung hat fünf. Dazu kommen Wagen bei der Wiro, den Stadtwerken, der RSAG, bei der IHK und anderen Unternehmen der Energiebranche“, sagt Steffen Nozon. Er denkt, dass sich mit der Einführung der Förderung die Zahl der E-Autos in Rostock langfristig erhöhen könnte. „Jetzt wird das Thema nämlich erst für Privatleute interessanter, wenn die Mehrkosten, die ein E-Fahrzeug beim Kauf unbestritten hat, mit der Prämie aufgefangen werden“, so der Mobilitätskoordinator der Hansestadt. Er weiß aber auch, dass es die Zahl von Lademöglichkeiten ist, die zum möglichen Umstieg vom normalen Pkw zum Elektrofahrzeug motivieren kann. Bisher gab es in Rostock 16 Ladestationen. Dank der städtischen Elektromobilitätsstrategie soll sich dieses Netz ausweiten. Landesenergieminister Christian Pegel (SPD) überreichte gestern Fördermittel in Höhe von 13 200 Euro an die Stadtwerke zur Erstellung eines Ladeinfrastrukturkonzeptes und der Schaffung weiterer Ladesäulen im öffentlichen Raum – zum Beispiel auf Parkplätze und in Parkhäusern. Die nächste Säule wird beim Parkhaus Am Strande in Rostock errichtet. Zur Übergabe der Fördermittel kam gestern Jörg Hilbert aus Brodhagen mit seinem Elektro-Trabi 501. Der frühere Systemtechniker hat von der Idee über die Restaurierung des Trabis aus einer Scheune bis zum Einbau der Elektrotechnik vier Jahre getüftelt.

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