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Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. Oktober 2017 | 21:34 Uhr

Stadtentwicklung : Fördermillionen zeigen Wirkung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Imagewandel und steigende Einwohnerzahl: Ausstellung im Rathaus eröffnet

von
erstellt am 14.Okt.2015 | 15:00 Uhr

Im Rathaus können die Rostocker jetzt nachvollziehen, in welche Projekte die rund 383 Millionen Euro Städtebaufördermittel von Bund und Land seit 1991 geflossen sind. Darüber gibt eine neue Ausstellung innerhalb der Programmtage „Ein schönes Stück Rostock“ Auskunft, die am Dienstag eröffnet worden ist. „Wenn ich heute die Bilder von 1988/89 sehe, liegen diese gefühlt schon 50 Jahre zurück“, sagt Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos). Neuer Markt, Kröpeliner Straße, Hornscher Hof – die Innenstadt sei weitgehend saniert und mit dem Petriviertel und dem Quartier auf der Holzhalbinsel sogar gewachsen. Die Zahl der innerstädtischen Wohnungen stieg seit 1990 um rund 1500 auf etwa 8000.

Die positiven Auswirkungen der Förderung bekommt aber nicht nur das Zentrum zu spüren. So sagt Dietmar Droese (Linke), Ortsbeiratsvorsitzender von Schmarl: „Bester Beleg ist unsere Einwohnerzahl, die von ganz tief bei jetzt 8700 angelangt ist – und das ohne Neubau von Wohnungen.“ Auch das Image seines Stadtteils habe sich gewandelt, vom belächelten „Schmarlingrad“ – Hauptanlaufstelle der Spätaussiedler – zu einem Viertel des gelungenen Zusammenlebens von Menschen verschiedenster Herkunft.

Auch Renate Engler merkt den Zuzug junger Familien nach Schmarl. Sie engagiert sich im Seniorennetzwerk und fordert einen richtigen Treffpunkt auch für die ältere Generation. Das mit Fördermitteln errichtete Haus 12 sei eher auf Kinder und Jugendliche ausgerichtet. „Ein bisschen was muss schon noch gemacht werden“, sagt sie. Sehr zufrieden mit der bisherigen Förderung ist die Dierkowerin Inge Kelting. Gerade kleine Anregungen, etwa zur Straßenbeleuchtung oder Sanierung von Fußwegen, seien von der Verwaltung abgearbeitet worden.

„Ziel der gesamtstädtischen Entwicklung ist es, dass keine Viertel abgehängt werden“, sagt Dierkows Quartiermanager Christian Hanke. Seine Stelle ist ein Ergebnis der Förderprogramme wie „Die soziale Stadt“ und „Stadtumbau Ost“. Neben konkreten Bauvorhaben wie dem neuen Stadtteil- und Begegnungszentrum gehe es daher auch immer um die Beteiligung der Einwohner und um soziale sowie kulturelle Projekte.

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