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Norddeutsche Neueste Nachrichten

17. August 2017 | 23:36 Uhr

Warnemünde : Fluthelfer üben für Ernstfall

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Mitglieder von Feuer- und Wasserwehr haben Schieber ausprobiert und Dammbalkenwand aufgestellt

Vor der Vogtei und der Bahnhofsbrücke ist gestern der Ernstfall in Sachen Flutschutz für das Ostseebad geprobt worden. Die Leitung der Übung hatte Ronny Schmidt, er ist der zuständige Sachbearbeiter beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (Stalumm). Außerdem waren die am Projekt beteiligten Baufirmen, Eurawasser, die Wasserwehren von Warnemünde und vom Brandschutz- und Rettungsamt sowie Mitglieder der Ortsteilwasserwehr Hohe Düne und Markgrafenheide dabei.

Auch das wurde deutlich: Für den Ernstfall wird kein Risiko eingegangen, überall ist noch Sicherheit eingebaut worden. Schon bei den Schiebern, die bei einer Wasserhöhe von 1,30 Metern schließen müssen, gibt es zwei, damit immer einer funktioniert. Auch die elektronischen Schieber gibt es in zweifacher Ausführung. Wenn sie ausfallen, kommt die Feuerwehr mit einem Notstromaggregat ins Spiel, das den Strom einspeist. Wenn das defekt sein sollte, gibt es noch eine dritte manuelle Variante, die gestern aus Zeitgründen nicht getestet wurde. Die Elemente der Dammbalkenwand lagern in den Betonkästen, die außerhalb einer solchen Übung vor der Vogtei als Bänke dienen.

„Wir haben da lange nach einer guten Lösung gesucht, die für den Küstenschutz ausreichend ist und trotzdem in dem wichtigen Areal eine gute Qualität bietet“, ergänzt Peter Writschan vom Denkmalpflegeamt. In diesen Kästen befinden sich die 30 Balken und eine spezielle Verbindung zur Ecke. Die hat Ralf Barthel von der Roßlauer Schiffswerft mit montiert, weil seine Firma das System hergestellt hat.

Einmal im Jahr werden die Wasserwehren die Dammbalkenwand montieren. „Das ist immer Anfang Oktober“, sagt Schmidt. Der Warnemünder Wasserwehr gehören 27 Mitglieder an. Im Ernstfall wird über eine Alarmierungskette eine Nachricht versandt, die vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie ausgelöst wird und alle Partner informiert.

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erstellt am 19.Jun.2014 | 11:00 Uhr

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