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22. November 2017 | 19:30 Uhr

Flusskreuzer auf gutem Kurs

vom

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erstellt am 27.Mär.2012 | 07:14 Uhr

Rostock | Für die Rostocker Arosa-Flotte hat die Saison 2012 begonnen. Zuletzt starteten am vergangenen Sonnabend in Passau die Flusskreuzer "Arosa Donna" und "Arosa Riva" ihre Reiseprogramme auf der Donau. Zuvor hatten hier bereits die Arosa-Kreuzer "Bella" und "Mia" die Leinen zu Törns in den Frühling losgemacht. In Köln begannen die "Aqua" und "Brava" und in Düsseldorf die "Viva" ihre Fahrten auf dem Rhein. Von Lyon wiederum sind seit einer Woche auch "Stella" und "Luna" zu Sehenswürdigkeiten an der Rhône unterwegs. Im Winterhalbjahr waren die Schiffe für die drei Fahrtgebiete saisonklar gemacht worden, wie Dirk Sobotka, Director Strategic Development der Rostocker Arosa Flussschiff GmbH, berichtet.

Die gesamte Flotte wurde auf digitalen Fernsehempfang umgerüstet. In Linz und Enns erhielten die vier Donau-Schiffe ihre Verjüngungskur. Es erfolgten umfangreiche Wartungsarbeiten an den Motoren, dabei wurde der Energieeffizienz besonderes Augenmerk geschenkt. So wurden "Mia" und "Riva" auf die Verwendung von Landstrom umgerüstet, sodass jetzt alle Arosa-Schiffe entsprechende Möglichkeiten haben. In Linz wurde die "Mia" auf den Slip genommen, ihre Antriebe überholt, bekam das Unterwasserschiff einen neuen Farbanstrich. Investitionen flossen in Wäschereitechnik, in die Umrüstung auf LED-Beleuchtung und in WLAN-Internetverbindungen. Zudem wurde überall das Interieur aufgefrischt, so auch die Rasenteppiche auf den Sonnendecks erneuert. In Lyon gab es für die Rhône-Kreuzer ebenso Wartungsarbeiten an den Motoren und es wurde der Küchen- und Gastronomiebereich verjüngt sowie Teppiche und Matratzen in den Kabinen - sowohl für die Gäste als auch die Crew - erneuert. In Kehl wurden die neuen Rheinschiffe durchgecheckt, erfolgten neben Renovierungen innerhalb der Werft-Gewährleistung Durchsichten und Reparaturen.

Hier wurden auch die Schiffsbesatzungen sowohl aus dem nautisch-technischen als auch Hotelbereich geschult und somit auf die neue Saison vorbereitet. Bis hin zu Fragen der Schiffssicherheit war das Programm abgesteckt, berichtet der Arosa-Manager, der in einer Arbeitsgruppe in Strasbourg zur Senkung der CO 2 -Emissionen der Schiffe involviert war.

Weitere Verstärkung für die Flotte der Arosa Flussschiff GmbH hat im zehnten Jubiläumsjahr des Rostocker Unternehmens auf der Rostocker Neptun-Werft Gestalt angenommen und soll hier noch im Frühjahr ausgeliefert werden. Am 14. Juni ist die Taufe der "Arosa Silva" in Amsterdam vorgesehen. Der Zweieinhalb-Decker wurde so konzipiert, dass er sowohl im Fahrtgebiet Rhein/Mosel als auch auf der Donau eingesetzt werden kann. Die "Silva" ist 135 Meter lang und nur so breit wie die Schwestern auf Rhône und Rhein. Mit ihr und der im nächsten Jahr folgenden "Flora" ist so auch der Rein-Main-Donau-Kanal zu nutzen und werden lange Törns von der Mündung des Rheins bis ins Donau-Delta möglich.

19 Tage dauern diese Grand-Tours, erklärt Verkaufsmanagerin Sandra Pfützenreuter. Im Jubiläumsjahr, so macht sie deutlich, gibt es viele tolle Reisen über kürzere und längere Routen und dabei verschiedene Vergünstigungen. Jeder Monat biete eine Überraschung, im März war es die geschenkte Bahnfahrt zum Ausgangshafen. Sie kann auch berichten, dass das Rostocker Unternehmen im Dezember vergangenen Jahres vom Germanischen Lloyd zertifiziert wurde und als Markenzeichen in der Flussschifffahrt weiter Furore macht.

Rund 500 Mitarbeiter sind auf den Schiffen, 64 in der Rostocker Zentrale - seit Oktober 2011 auf der Holzhalbinsel - und etwa 20 beim Operating in Chur in der Schweiz im Zeichen der Rose tätig. So mancher von ihnen, wie der Chief Bernd Böhme, ist von Beginn an dabei und hat seine beruflichen Wurzeln in der DSR. Dirk Sobotka hat hier im September 1985 seine seemännische Laufbahn begonnen. Nach seiner Lehre als Vollmatrose mit der Ausrichtung Schiffsmaschinenbetrieb fuhr er auf DSR-Frachtern wie der "Pasewalk", "Burg" und "Eisenhüttenstadt" im Flottenbereich Europa/Afrika, kam 1993 auf die "Arkona" und von hier nach seinem Studium als Schiffsbetriebsingenieur in die Neubauabteilung von Seetours/Aida und ist seit 2004 bei Arosa tätig.

Gleich zwei Jubiläen markieren in diesem Jahr somit seinen beruflichen Werdegang - die Gründung der DSR vor 60 Jahren und das zehnjährige der Arosa Flusskreuzer-Flotte. Beruflicher Nachwuchs ist bei Arosa gefragt. Die Ausbildung in der Binnenschifffahrt ermöglicht beispielsweise auch eine Karriere vom Elektriker zum Leiter einer Maschinenanlage.

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