Rostock : Flussbad: Big Jump für die Umwelt

Um 15 Uhr macht es „Platsch“ beim Big Jump im Flussbad.
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Um 15 Uhr macht es „Platsch“ beim Big Jump im Flussbad.

Aktion soll auf Notwendigkeit von sauberen Gewässern aufmerksam machen. Europaweit springen Leute ins kalte Nass

svz.de von
14. Juli 2014, 10:00 Uhr

„Das Wasser ist sogar wärmer als die Luft, die hat heute nur 19 Grad“, sagte Uwe Richter vom Flussbad gestern. Bei warmen 23 Grad Wassertemperatur war für die Teilnehmer des diesjährigen Big Jump keine große Überwindung notwendig, mit einem großen Satz in die Warnow zu springen.

Unter dem Motto „Welle machen für sauberes Wasser“ wollten die mutigen Springer Politiker darauf aufmerksam machen, wie wichtig saubere Flüsse und Seen sind – nicht nur für den Badespaß im Sommer. „Die Nährstoffeinträge, die von der Landwirtschaft kommen, sind immer noch sehr groß. Es wurden zwar zum Beispiel schon Kläranlagen gebaut oder saniert, aber es muss noch viel gemacht werden, damit in ganz Deutschland die Wasserqualität verbessert wird. Hier im Flussbad ist das alles gut. Das Wasser hat ganz klar Badequalität“, sagte Maike Piepho von der Naturschutzjugend Rostock.

Hintergrund der Aktion ist die europäische Wasserrahmenrichtlinie, nach der bis 2015 alle Flüsse, Seen und Küstengewässer Europas einen guten Zustand haben sollten. In einem Bericht der Bundesregierung von 2011 wurde aber bekannt, dass bis 2015 bei nur zirka 20 Prozent das Ziel der Wasserrahmenrichtlinie erreicht wird. Um die Politiker nun auf dieses Problem aufmerksam zu machen, sprangen nicht nur in Rostock engagierte Leute in die Warnow. In ganz Europa machte es um Punkt 15 Uhr an Seen und Flussufern „Platsch“, zum Beispiel auch an der Elbe in Hamburg oder der Isar in München.


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