Neue Reisemöglichkeiten : Flughafen Rostock erweitert Angebot

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Von Rostock über Frankfurt/Main nach New York oder Singapur. Der Sommerflugplan 2011 des Flughafen Laage bietet ganz neue Möglichkeiten. Ab März steuert ein Flugzeug der Lufthansa den weltweit achtgrößten Flughafen an.

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09. November 2010, 08:51 Uhr

Laage | Ab dem 26. März steuert eine Boeing 737-500 der Lufthansa jeweils sonnabendmorgens und sonntagabends den achtgrößten Flughafen der Welt an. Umgekehrt sollen mehr Urlauber aus der Rhein-Main Region den Weg an die Ostseeküste finden.

"Es gibt eine zunehmende Nachfrage an touristischen Destinationen innerhalb Deutschlands, da ist die Ostsee ein starkes Zugpferd", sagt Dr. Alexis von Hoensbroech, Netzmanager der Lufthansa. Das habe die bestehende Verbindung aus München gezeigt, die bereits in ihrer ersten Saison eine 72-prozentige Auslastung verzeichnet und nun auch im Winter angeboten wird. "Auch die Flüge von German wings nach Köln und Stuttgart funktionieren", sagt von Hoensbroech.

Ein ähnlich gutes Ergebnis wie auf der Verbindung München - Rostock verspricht er sich von der neuen Strecke: "Das Rhein-Main Gebiet ist sehr groß und zahlungskräftig." Daher existiere der Wunsch einer Direktverbindung an die Ostsee schon lange - beiderseitig, wie Maria Muller, Geschäftsführerin des Flughafens Rostock, betont.

"Die neue Route ist für uns ein kleiner Mauerfall", sagt sie. Denn am größten deutschen Flughafen seien die Slots heiß begehrt. Frühere Anbindungsversuche seien immer wieder gescheitert.

Mit dem nun erzielten Erfolg sehen sie und die Gesellschafter des Flughafens ihre Rolle als Einfallstor für Urlauber nach Mecklenburg-Vorpommern gestärkt. "Jetzt erwarten wir ein eindeutiges Statement von der Landesregierung, dass Laage der Landesflughafen ist!", sagt Lutz da Cunha (SPD), Landrat des Landkreises Güstrow und als solcher Mitgesellschafter in Laage. Betreiber und Fluglinien bräuchten Sicherheit für ihre langfristige Planung, insbesondere in Bezug auf die Infrastruktur. Gut abgestimmte Transportsysteme seien Voraussetzung für zufriedene Reisende. Eine direkte Subventionierung des Flugangebots lehnt da Cunha hingegen ab.

"In diesem Jahr wollen wir erstmals mehr als 200 000 Passagiere generieren", sagt Geschäftsführerin Muller. Dazu trage unter anderem die neu eingerichtete Linie nach Zürich bei, die so gut angenommen wird, dass Helvetic Airlines sie im kommenden Jahr aufstockt. Statt wie bisher von Mai bis September sollen die Maschinen von Ende März bis Ende Oktober abheben.

Daneben will Muller weitere Märkte erschließen. "Holland und Österreich stehen auf unserem Zettel", sagt sie. Zudem werde innerhalb eines EU-Projekts momentan das vorhandene Potenzial der umliegenden Ostseeanrainer geprüft. "Es geht darum, wo die touristischen Quellmärkte sind", sagt Muller.

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