Wirtschaft : Flughafen Laage weitet Kooperation mit Costa aus

Erweitern ihre Zusammenarbeit im Kreuzfahrttourismus: Flughafen-Geschäftsführer Rainer Schwarz (l.) und Dennis Schrahe von der Costa-Tochter Aida Cruises.
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Erweitern ihre Zusammenarbeit im Kreuzfahrttourismus: Flughafen-Geschäftsführer Rainer Schwarz (l.) und Dennis Schrahe von der Costa-Tochter Aida Cruises.

2016 bis zu 30 000 Kreuzfahrtpassagiere erwartet / Zusammenarbeit mit weiteren Reedereien in Aussicht

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18. November 2015, 08:00 Uhr

Kontinuität am Flughafen Rostock-Laage: Nachdem der Airport bereits zu Jahresbeginn erstmals in den Kreuzfahrttourismus eingestiegen ist, weitet Geschäftsführer Rainer Schwarz die Kooperation mit dem italienischen Kreuzfahrtunternehmen Costa Crociere im kommenden Jahr weiter aus. Statt bisher 18 500 Passagieren sollen dann bis zu 30 000 Touristen in Laage landen, die „Costa Favolosa“ in Warnemünde besteigen und nach der siebentägigen Reise wieder gen Heimat abheben.

„Als wir im März anfingen, war es für beide Seiten ein Risiko. Umso glücklicher bin ich, dass wir nun beweisen können, dass es keine Eintagsfliege war“, so Schwarz. Statt der bisher vier Maschinen, die freitags in Laage landen und starten, wird die Anzahl im kommenden Jahr auf sechs Chartermaschinen erhöht. Neben den bewährten Flughäfen Mailand, Madrid und Rom befinden sich erstmals auch das spanische Bilbao, Barcelona sowie eine Linie, die vom italienischen Catania über Venedig den Airport Laage ansteuert, im Angebot der Zubringerflüge. „Gestrichen wurde wegen der geringen Nachfrage das Flugziel Paris“, sagt Dennis Schrahe, der für die An- und Abreise der Gäste bei der Costa-Tochter Aida Cruises verantwortlich ist.

Neu ist auch die Aussicht, dass mit der aus Mailand kommenden Boeing 767 erstmals eine Großraummaschine für die Kooperation zwischen Airport und Costa eingesetzt wird. Bisher waren nur die deutlich kleineren Airbus 320 sowie die Boeing 737 im Einsatz. Mit den Costa-Kreuzfahrttouristen, die vom 27. Mai bis 2. September 2016 in Rostock-Laage starten und landen werden, hofft Airport-Chef Schwarz auf Nachahmungseffekte. „Wir befinden uns in intensiven Verhandlungen. Ich gehe davon aus, in den kommenden Wochen ein oder zwei weitere Reedereien, die uns als Zubringerairport nutzen, vorstellen zu können“, sagt er. Mit Ausnahme des Freitags, der Costa vorbehalten ist, seien in Rostock-Laage ausreichend Kapazitäten vorhanden. Schon jetzt zieht Rainer Schwarz auch aufgrund des neuen Geschäftssegments ein positives Fazit für 2015. „Wir haben uns mit dem Einstieg in die Zubringerflüge ein Alleinstellungsmerkmal in Europa erarbeitet“, so der 58-Jährige. Bereits Ende Oktober stellte der Flughafen mit bis dato 170 000 Passagieren die Marke des Vorjahres ein. Bis Jahresende rechnet Schwarz mit einem Aufkommen von 200 000 Passagieren. Der Kreuzfahrtanteil liegt bei rund 20 Prozent.

Der Flughafen ist hoch defizitär und steht deshalb seit Jahren in der Kritik. Durch den kürzlich aufgestockten Landeszuschuss von einer Million Euro jährlich, ist die Wirtschaftlichkeit aber mindestens bis 2017 gegeben.

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