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Norddeutsche Neueste Nachrichten

16. Dezember 2017 | 08:18 Uhr

Rostock : Flüchtlingsrat will aufklären

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Landesverband tourt durch Städte in MV. Der Auftakt in Rostock:

svz.de von
erstellt am 02.Mai.2016 | 20:45 Uhr

Die Gebrauchsspuren sind deutlich zu erkennen: Das Zelt der Hilfsorganisation UNHCR war bereits als Unterkunft für Flüchtlinge im Einsatz. „Auf diesen zwölf Quadratmetern werden acht Personen untergebracht, als einzige Ausstattung kommen noch Kunststoffmatten hinein, auf denen die Flüchtlinge dann schlafen“, sagt Ulrike Seemann-Katz. Privatsphäre gibt es nicht – „im Winter ist es in den Zelten zu kalt, im Sommer wird es unglaublich heiß und wenn es regnet, dann zieht es“, weiß die Vorstandsvorsitzende des Flüchtlingsrates MV.

Dennoch seien die Männer, Frauen und Kinder froh, sich überhaupt geschützt ausruhen zu können. Schließlich haben sie eine strapaziöse Flucht hinter sich. Und die Zelte sind oft für Monate ihr Zuhause. Die aktuell größte Zeltstadt sei Dadab in Darfur, Nordkenia. Dort leben 350 000 Flüchtlinge in solchen Behausungen.

Mit dem Exemplar, das am Montag auf dem Rostocker Uniplatz stand, tourt Seemann-Katz jetzt durch die Städte des Landes und will auf das Schicksal der aktuell 62 Millionen Flüchtlinge weltweit aufmerksam machen. Außerdem ginge es darum, den Menschen die Angst vor dem Unbekannten zu nehmen – aufklären und aktiv werden statt hetzen, so das Motto. „Wir versuchen, an jeder Station mit einer Flüchtlingsorganisation vor Ort zusammenzuarbeiten“, sagt Seemann-Katz. Auf dem Uniplatz hatte die Initiative „Rostock hilft“ gestern eine Fotoausstellung beigesteuert und klärte Passanten über ihre ehrenamtliche Arbeit auf. Nach dem Auftakt gestern macht der Flüchtlingsrat auch noch in Bützow (3. Mai, Regionalschule, nicht öffentlich), Wismar (7. Mai, 10 bis 16 Uhr, Nikolaikirche), Parchim (10. Mai, 10 bis 16 Uhr, Schuhmarkt) und Röbel (12. Mai, 12 bis 19 Uhr, Hafenplatz) Station.

Alles rund um die aktuelle Flüchtlingsdebatte lesen Sie in unserem Dossier.

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