Science@Sail : Fliegende Schiffe und Exoplaneten

Arbeit am Tesla-Transformator: Ludwig Scheibe und Laura Tauch
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Arbeit am Tesla-Transformator: Ludwig Scheibe und Laura Tauch

Auf der Science@Sail werfen Physikstudenten und Uni-Mitarbeiter spannende Blicke ins Weltall und Co.

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13. August 2018, 08:00 Uhr

Wissen mitnehmen statt nur Schiffe gucken: Wer sich abseits des Trubels der Hanse Sail noch ein wenig Wissen rund um den blauen Planeten aneignen wollte, hatte am Sonnabend und Sonntag die Gelegenheit dazu. An diesen Tagen fand die Science@Sail im Max-Planck-Institut für demografische Forschung mit einer Reihe spannender Vorträge und Schauvorlesungen statt.

Einer, der sich der Physik voll und ganz verschrieben hat und sein Wissen mit den Besuchern teilte, war Ludwig Scheibe. Er ist Doktorand am Institut für Physik und leitete die Schauvorlesung mit dem Titel „Fliegende Schiffe.“ „Wir sind eine Vereinigung von Studenten des Instituts für Physik und haben Spaß daran, in komödiantischen Stücken Wissen durch praktische Experimente zu vermitteln“, erklärt der 26-Jährige. Und Wissenschaftliches zu sehen, gab es einiges: Mithilfe von flüssigem Stickstoff wurde ein so genannter Supraleiter zum Schweben gebracht. Bei diesem handelt es sich um einen elektrischen Leiter, der bei Unterschreiten einer bestimmten Temperatur völlig widerstandslos Strom weitergibt.

Ein weiteres interessantes Experiment war das Tesla-Transformator-Schauspiel. Mit einer aus zwei Spulen bestehenden Apparatur wurde eine Gaslampe ohne Kontakt zu einer Stromquelle aus einer bestimmten Entfernung zum Leuchten gebracht. „Durch den dazugehörigen Kondensator werden Spannungen erzeugt“, erklärt der Physik-Doktorand. „Dadurch entsteht auf der Spitze des Tesla-Transformators ein starkes elektrisches Feld, welches die Gaslampe erreicht und zum Leuchten bringt.“ Nicht weniger spannend war der Vortrag von Prof. Ronald Redmer vom Institut für Physik. Er beschäftigte sich mit Exoplaneten. „Exoplaneten sind Planeten, die um Sterne außerhalb unseres Sonnensystems kreisen“, sagt Redmer. Weiterhin warf er die Frage auf, ob auf diesen Planeten Lebensformen existieren können und ob mit diesen in naher Zukunft vielleicht schon Kontakt möglich sei. „Diese Frage und die Antwort dazu ist nicht mehr so weit weg wie noch vor 20 Jahren“, so der Professor. Wichtig für die Entwicklung von Lebensformen sei, dass sich ihre Planeten in einer so genannten habitablen Zone befinden. Bei dieser Zone handelt es sich um den Bereich, in dem die genau richtige Temperatur herrscht und flüssiges Wasser vorhanden ist, um Leben zu ermöglichen, so Redmer weiter.

Auch Peter und Birgit Salewski hat es am Sonnabend in den Hörsaal gezogen. „Wir haben uns die Schauvorlesungen schon öfter angehört und sie waren immer interessant“, erzählt die Rostockerin. „Neben dem Schiffegucken auf der Hanse Sail wollen wir auch immer neues Wissen mitnehmen.“

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