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22. Oktober 2017 | 10:04 Uhr

Fit für die EM: Neptun-Halle wird saniert

vom

svz.de von
erstellt am 04.Okt.2012 | 06:46 Uhr

HansaViertel | Darauf haben viele Rostocker gewartet: Die Neptunschwimmhalle wird in mehreren Etappen umfassend saniert. Seit 1990 war in der einzigen kommunalen Schwimmhalle Rostocks nichts passiert. Die alten Sanitäranlagen, Umkleidebereiche und die Ausstattung der 25- und der 50-Meter-Halle waren nicht mehr zeitgemäß.

Damit alles reibungslos für Mitarbeiter und Schwimmer abläuft, hat die Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung der Hansestadt (KOE) einen Großteil der Bauarbeiten schon im Hochsommer bewältigt. Andreas Rieck, Abteilungsleiter der KOE, freut sich, dass alle Maßnahmen gut im Zeitplan liegen: "Wir haben in der zehnwöchigen Schließzeit schon viel geschafft. Es wurde ein neuer Schallschutz und neue Fliesenbeläge an den Wänden verbaut." Zudem wird in den kommenden Tagen eine neue Anzeigentafel montiert. "Die allein kostet 130 000 Euro, ist dann aber auf dem neuesten Stand der Technik", so Rieck weiter.

Das ist auch nötig, denn 2013 und 2015 finden in der 25-Meter-Halle der Neptunschwimmhalle sportliche Großereignisse statt: Die Europameisterschaften im Wasserspringen. Dafür soll auch die Bestuhlung für die Zuschauertribüne auf Vordermann gebracht werden. "Komplett kann diese nicht erneuert werden, das wäre finanziell nicht zu meistern", sagt Thomas Kurzmann vom Bauplanungsbüro Montra. Trotzdem sei man mit der Menge der Sitzplätze bestens für die Meisterschaften ausgestattet. Es würde auch neue Podestanlagen für die Schiedsrichter geben, die bisher lediglich auf improvisierten Richterstühlen arbeiten mussten. Insgesamt sollen bis 2015 4,3 Millionen Euro investiert werden. Davon kommen 1,7 Millionen Euro aus Fördermitteln, die vom Innenministerium angeworben wurden. 1,1 Millionen stammen aus Eigenmitteln.

Zudem würden noch der Marmorsaal und das Foyer renoviert, allerdings blieben dort die baulichen Strukturen prinzipiell erhalten. Für das Foyer ist ein neues Eingangskontrollsystem erstellt worden und der Zugang zu allen Bereichen der Halle wird behindertengerecht gestaltet werden, zum Beispiel mit Fahrstühlen. Hinzu kommen noch moderne Beschallungsanlagen in den Hallen, zwei große Bildschirme und W-Lan-Technik. "Das alles sind gängige Standards für eine Schwimmhalle, die auch als Veranstaltungsstätte genutzt wird", so Kurzmann. Wichtig sei auch die Installation eines entsprechenden Entfluchtungssystems. Dazu werden neue Brand- und Rauchmelder angebracht.

Zurzeit ist die 25-Meter-Halle für den Betrieb noch geschlossen, doch die Bauarbeiten dort gehen zügig voran. Laut Plan werden Anfang Oktober die Gerüste wieder abmontiert und am 8. Oktober kann wieder Wasser in die Becken gelassen werden. "Somit haben wir einen relativ geringen Ausfall für diese Halle", unterstreicht Rieck.

Die Lehrschwimmhalle ist bereits komplett modernisiert worden und in der 50−Meter-Halle sind in diesem Jahr schon neue Sanitäranlagen und Umkleideräume entstanden. In der Sommerschließzeit 2013 werden dort die letzten Sanierungsarbeiten realisiert. Dann wird ein neues Becken eingebaut, die Decke modernisiert und die Akustik verbessert.

Mittelfristig soll auch das lange vernachlässigte Außenbecken saniert werden. "Das ist ein Projekt, das wir auf jeden Fall auf dem Zettel haben", sagt Nico Seefeldt von der KOE. Das Becken wird seit Jahrzehnten nicht genutzt und verwildert zusehends.

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