Warnemünde : Fischersfrau begrüßt bald die Urlauber

Vor dem Eingang des Heimatmuseums soll die Fischersfrau die Gäste anlocken.
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Vor dem Eingang des Heimatmuseums soll die Fischersfrau die Gäste anlocken.

Holzbildhauer Harald Wroost schnitzt Warnemünderin für das Heimatmuseum

svz.de von
09. Juni 2016, 12:00 Uhr

Sie soll der Hingucker in Warnemünde werden und Touristen ins Heimatmuseum locken. Eine lebensgroße Fischersfrau aus Eichenholz wird bald am Eingang des Hauses in der Alexandrinenstraße stehen und den Besuchern des Ostseebades in Richtung Bahnhofsbrücke entgegenblicken. Dafür ist gestern ein Zuschnitt einer 200-Jahre alten Eiche aus der Rostocker Heide in Warnemünde eingetroffen. Der Klotz fand seinen Platz im Vorgarten des Pfarrhauses. Dort macht sich Holzbildhauer Harald Wroost seit gestern ans Werk und zaubert aus heimischem Holz eine Skulptur.

„Es wird keine dicke Matrone, sondern eine hübsche Frau“, schmunzelt der Künstler. Über den Sommer wird er ein bis zwei Mal in der Woche, sichtbar für jeden Passanten, im Vorgarten sägen und schnitzen. Am Ende werde daraus eine für Warnemünde typische Fischersfrau, die eigentlich ihren Seemann sehnsüchtig erwartet, so Wroost. Auf dem Kopf trägt die Frau einen Wismarer Strohhut mit Schleife. „Die wird mit Holzkohle vom Forst- und Köhlerhof geschwärzt“, fügt er hinzu. Die Länge der Ärmel und der Schürze werde er noch mit Museumsleiterin Dr. Kathrin Möller besprechen. Die Frau soll möglichst originalgetreu nach einem Bildnis, welches im Heimatmuseum zu finden ist, aus dem Holz geschnitzt werden. Die Sitzende wird mit einer zusätzlichen hohlen Holzbohle an der Seite verstärkt, die als Sitzbank für Touristen dient. „Sie können sich dann mit der Skulptur fotografieren lassen“, freut sich Wroost. Zum Abschluss wird sie mehrfach lasiert und bekommt dadurch ihre braune Farbe.

Mehrere Skizzen hat der Holzbildhauer zuvor von dem Ölgemälde angefertigt und letztlich eine kleine Plastik aus einem Bienenwachsgemisch modelliert. Wroost hofft, die Fischersfrau über den Sommer fertig stellen zu können. „Wann genau das sein wird, kann ich noch nicht sagen“, erklärt er. Schließlich arbeitet er derzeit noch an zwei weiteren Projekten. Im Köhlerhof schnitzt er einen Klabautermann und in Markgrafenheide entsteht der Brandenburger Markgraf Woldemar.

Das Forstamt hat die leicht fehlerhafte Eiche dem Museum zur Verfügung gestellt. „Die Figur leidet darunter aber nicht“, versichert Wroost. Den Transport aus der Rostocker Heide hat das Unternehmen ETR gesponsort.

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