Maritim : Fischereihafen zählt weniger Umschlag

Im Rostocker Fracht- und Fischerhafen gab es im ersten Halbjahr 260 Schiffsanläufe. Der RFH rechnet bis Ende 2016 mit insgesamt rund 550 Schiffsanläufen.
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Im Rostocker Fracht- und Fischerhafen gab es im ersten Halbjahr 260 Schiffsanläufe. Der RFH rechnet bis Ende 2016 mit insgesamt rund 550 Schiffsanläufen.

Zwischenbilanz: Trotz Rückgang im ersten Halbjahr soll Ziel für 2016 erreicht werden

svz.de von
04. August 2016, 21:00 Uhr

Der Rostocker Fracht- und Fischereihafen hat im ersten Halbjahr 2016 einen Rückgang der Umschlagzahlen verzeichnen müssen. Von Januar bis Juni wurden 634 000 Tonnen Fracht umgeschlagen und damit 100 000 Tonnen weniger als im Vorjahreszeitraum, wie die Betreibergesellschaft mitteilt. Grund dafür sei vor allem der Rückgang von Holzimporten und Getreide. Bei Düngemitteln und Baustoffen konnte den Angaben zufolge dagegen ein kräftiges Plus verzeichnet werden. Die Geschäftsführerin von Rostocks zweitgrößtem Hafen, Daniele Priebe, erklärte, sie halte am Jahresziel von mehr als einer Million Tonnen umgeschlagener Güter fest.

Trotz des Rückgangs im Vergleich zum Vorjahresrekord blieb die RFH Rostocker Fracht- und Fischereihafen GmbH mit 35 000 Tonnen über dem Ergebnis vom Vergleichszeitraum 2014. Ein besonders deutlicher Rückgang im Holzumschlag, dem Kerngeschäft des Hafens, schlug in den ersten sechs Monaten dieses Jahres zu Buche. Das Minus begründet die RFH-Geschäftsführerin mit „einem warmen Winter und zahlreichen Orkanschäden in der Forst im vergangenen Jahr“. Dadurch habe sich das Angebot von preisgünstigem Holz im Binnenland erheblich vergrößert, sodass weniger importiert wurde. „Der Hafen ist herausgefordert gewesen, den marktbedingten Rückgang des Holzumschlags von rund 85 000 Festmetern pro Monat auf aktuell 45 000 Festmeter zu kompensieren.“ Dies gelang weitgehend mit einem Zuwachs von 46 000 Tonnen bei den Massengütern. Besonders ragt ein Umschlagplus von 34 000 Tonnen auf 164 000 Tonnen bei Düngemitteln im ersten Halbjahr heraus. Lediglich beim Getreideumschlag gingen 22 000 Tonnen weniger über die Kaikante als im ersten Halbjahr 2015. Insgesamt verbuchte der RFH beim Massengutumschlag einen Anstieg von 18 Prozent.

Für das Gesamtjahr 2016 peilt der RFH erneut einen Umschlag von mehr als einer Million Tonnen Güter an. Mit einer Investitionsoffensive will der RFH den Aufwärtstrend fortsetzen und erweitert mittelfristig die Umschlagkapazitäten. So beginnt noch in diesem Jahr der Ausbau des neuen Liegeplatzes 27 mit einer Kailänge von 110 Metern. Zudem ist im nördlichen Hafengelände vorgesehen, auf 15 000 Quadratmetern eine Umschlagfläche für Schüttgut zu schaffen. In einer neuen 3000 Quadratmeter großen Lagerhalle sollen vor allem Düngemittel zwischengelagert werden.  

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