Rostock : Fischereihafen will expandieren

1,2 Million Tonnen Umschlag und 800 000 Euro Gewinn – mit der Entwicklung des Fischereihafens unter der neuen Führung von Steffen Knispel (l.) ist Roland Methling (parteilos) überaus zufrieden. Neue Investitionen sollen folgen.  Fotos: Kazi
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1,2 Million Tonnen Umschlag und 800 000 Euro Gewinn – mit der Entwicklung des Fischereihafens unter der neuen Führung von Steffen Knispel (l.) ist Roland Methling (parteilos) überaus zufrieden. Neue Investitionen sollen folgen. Fotos: Kazi

Nach erfolgreichem Geschäftsjahr sollen Investitionen in Millionenhöhe in Sanierung von Liegeplätzen, Gebäuden und Grundstücken fließen

svz.de von
29. April 2017, 08:00 Uhr

Mit 1,2 Millionen Tonnen Umschlag und 800 000 Euro Gewinn kann die Rostocker Fracht- und Fischereihafen (RFH) GmbH erneut auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. „Die Millionenmarke zu knacken ist nicht nur wirtschaftlich, sondern auch psychologisch wichtig“, sagte RFH-Geschäftsführer Steffen Knispel gestern beim Jahresempfang im Studio 301. Auch im kommenden Jahr wolle die Million anpeilen.

Etwa 150 Firmen arbeiten auf knapp 60 Hektar in dem maritimen Industriegebiet – Tendenz steigend. „Noch in diesem Jahr soll das Kopfgebäude am Alten Hafenbecken saniert werden“, sagt Knispel. Dafür sollen sechs bis acht Millionen Euro in die Hand genommen werden, die bis zu 90 Prozent vom Land gefördert werden könnten. Der RFH müsse den immer weiter steigenden Anforderungen entsprechenden und weiter investieren, unterstrich Referatsleiter Jens-Uwe Zingler vom Ministerium für Infrastruktur. Seit den 90er-Jahren habe das Land gut 61 Millionen Euro in 16 Vorhaben investiert und wolle weiterhin gut zusammenarbeiten, so Zingler.

Das alte Hafenhaus war vor rund 30 Jahren aus Sicherheitsgründen geräumt worden und stand seitdem leer. Interessenten zur künftigen Nutzung gibt es laut Knispel bereits. Auch die Liegplätze 4 und 5 sollen im kommenden Jahr grundsaniert sowie bisher ungenutzte 4000 Quadratmeter optimiert werden. „Die Flächen sind so attraktiv, dass wir daraus etwas machen wollen“, sagte Knispel. Dazu müssen allerdings zunächst die seit der Wende neu aufgeteilten Flächen, die teilweise in privater Hand sind, neu geordnet werden. Erst dann seien potenzielle Neuankäufe denkbar, so der RFH-Geschäftsführer.

Dass solche Investitionen überhaupt möglich sind, verdankt der RFH seiner guten wirtschaftlichen Situation – auch in den vergangenen Jahren unter Daniele Priebe. „Als ich vor zwölf Jahren das erste Mal als Oberbürgermeister hier war, stand noch die Frage im Raum, wie es mit dem Fischereihafen überhaupt weitergehen soll“, sagte Roland Methling (parteilos) gestern beim Empfang. Jetzt habe er sich beinahe an die Million Umschlag und das, was die Stadt zurückbekommt, gewöhnt. „Bis zum 800. Geburtstag wollen wir einen ausgeglichen Haushalt erreichen. Den werden wir mithilfe des Rostocker Fischereihafens schaffen“, so Methling.

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