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17. November 2017 | 18:59 Uhr

Fischereihafen nimmt wieder Kurs auf Wachstum

vom

svz.de von
erstellt am 21.Apr.2012 | 01:57 Uhr

Rostock | Nach dem Ausbau des Liegeplatzes 2 mit 9000 Quadratmetern angeschlossener Umschlagfläche will der Rostocker Fracht- und Fischereihafen noch einmal nachlegen. Weitere 10 000 Quadratmeter für die Zwischenlagerung von Massengut sollen bis 2013 hergerichtet werden. Außerdem wird eines der Gebäude direkt am Hafenbecken saniert. Das kündigte Geschäftsführerin Daniele Priebe beim gestrigen Heringsessen des Unternehmens an.

Sie hofft, unter anderem Büros aus dem Offshore-Bereich neu ansiedeln zu können. "Wir müssen vermietbare Fläche schaffen", so Priebe. Insgesamt plant sie für dieses Jahr Investitionen in Höhe von 2,5 Millionen Euro. Ein Teil des Geldes ist schon in den neuen Kran Mantsinen-120-Hybrid-Lift und in eine neue Tiefkühlzelle geflossen. "Gerade im Holzgeschäft sind schnellere Umschlagszeiten nötig", sagt Priebe. Die stellt der neue Kran nun sicher. Denn dank seiner Reichweite können auch größere Schiffe ohne Verholung abgefertigt werden. Bei den aktuellen Kaianlagen dürfen sie maximal 180 Meter lang und 28 Meter breit sein. Die Fahrrinne ist mit neun Metern Tiefe bereits bis aufs Maximum ausgebaggert - mehr verhindert der Warnow-Tunnel.

Langfristig will Priebe an das Rekordergebnis aus dem Jahr 2010 anknüpfen. Damals knackte der Fracht- und Fischereihafen erstmals die Eine-Million-Tonnen-Marke beim Umschlag. "2012 wird das aber noch nicht klappen", sagt Priebe. Denn im vergangenen Jahr war der Umschlag bis auf etwa 740 000 Tonnen eingebrochen. "Das war aber abzusehen", sagt Priebe. Vor allem der lange Winter und die damit verbundene Eis situation auf der Ostsee hatten ein besseres Ergebnis verhindert.

Trotzdem schrieb das Unternehmen schwarze Zahlen und rechnet auch für das laufende Jahr mit einem positiven Ergebnis. "Das erste Quartal lässt uns hoffen", sagt Priebe. Schon jetzt seien 230 000 Tonnen Waren über die Kaikante gegangen. Mit 112 000 Festmetern hat der Holzumschlag daran einen maßgeblichen Anteil. Aber auch andere Produkte wie Dünger, Roheisen oder Fisch werden gehandelt. "Wir sind mit ganz unterschiedlichen Gütern breit aufgestellt", sagt die Geschäftsführerin.

Außerdem sei die Infrastruktur mittlerweile ausgezeichnet. So verfügt der Hafen über einen eigenen Gleisanschluss, für große Lasten ausgelegte Kaikanten und ein gut ausgebautes Straßennetz. Die Grundlagen wurden ab 1992 mit der Sanierung der Straßen und Medien gelegt. Seit damals sind allein 27 Millionen Euro an Fördermitteln in den Hafenaus- und -umbau geflossen. Nach Angaben von Infrastrukturminister Volker Schlotmann (SPD) resultierten daraus rund 2000 Arbeitsplätze in den unterschiedlichsten Branchen. Er kündigte gestern allerdings deutlich sinkende Zuschüsse für die verschiedenen Häfen im Land an.

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