Warnemünde : Fiete und Lou als Hauptdarsteller

Ein Besuch im Stromer ist eine der Szenen, die Kameramann Sven Harder und Regisseur Heiko Schulze mit Lou und Fiete filmen.  Fotos: Thomas Saulus, privat
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Ein Besuch im Stromer ist eine der Szenen, die Kameramann Sven Harder und Regisseur Heiko Schulze mit Lou und Fiete filmen. Fotos: Thomas Saulus, privat

Derzeit entsteht Kurzfilm über das Ostseebad. Es werden bewusst zwei Warnemünder Kinder als Reiseleiter gewählt

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16. August 2015, 09:00 Uhr

Irgendwann haben Fiete Falliner (9) und Lousiana Pleß (8) die Kameras nicht mehr bemerkt. Dann waren sie voll vertieft in die jeweilige Szene am Filmset. Die beiden befreundeten Kinder aus der Dänischen Straße sind die Hauptakteure in einem kleinen Kurzfilm über Warnemünde, den Regisseur Heiko Schulze von Kikeriki-Film mit seinem Team dreht. Zwei Monate Arbeit sind bereits ins Projekt geflossen. „Der Film ist nur wenige Minuten lang, aber soll besondere Orte und Bilder vom Ostseebad vermitteln, die über die bekannte Postkartenidylle hinausgehen“, erklärt Schulze. Die Idee stammt vom Hotel Neptun, das sich für das Ostseebad einen anderen Film gewünscht hat. „Wir wollen für die Destination Warnemünde und für uns werben“, sagt Mario Derer aus der Marketing-Abteilung. „Der Film soll später öffentlich für alle zugänglich sein.“

Für das Projekt wurden zwei Kinder gesucht, die die Zuschauer wie ein roter Faden durch die Handlung führen. Kirk Parczyk kannte Fiete und dessen Eltern Peter und Claudia Falliner, die begeistert waren. „Wir fanden es schön, dass unsere Kinder zu einem Teil der Warnemünder Geschichte werden“, ergänzt Diana Pleß, Mutter von Lou. Denn die schlug der Neunjährige als seine Filmpartnerin vor. „Das waren vom Typ die Kinder, die wir haben wollten“, sagt Regisseur Schulze. Authentisch sollten sie sein und aus Warnemünde kommen. „Das war richtig cool“, fasst Fiete zusammen. „Eine der besten Szenen war auf einem Segelboot, die wurde zwei Mal gedreht, weil die Kamera kaputt war“, ergänzt Lou. Die beiden fungieren in dem Film als stumme Reiseleiter und führen die Zuschauer an Orte abseits der Touristenpfade. Dafür wurden sie vermessen und extra Matrosenkleidung aus Wien bestellt, weil es die hier in der Form nicht gegeben hat. Für die Kinder war es spannend: Es gab Szenen im Boot, Oldtimer, mit Pferden, beim Picknick, im Moor, im Heimatmuseum und am Leuchtturm. Die Trachtengruppe war dabei und Original Mariken. „Damit der Film authentisch wird, haben wir Menschen und Institutionen aus dem Ort eingebunden“, sagt der Regisseur. Neben den Familien Parczyk und Stier haben der Leuchtturmverein, Fischereibetrieb Borgwardt, der Reiterhof Blohm und viele andere den Dreh unterstützt. „Wir würden das immer wieder machen“, sagt Fiete. „Das hat riesigen Spaß gemacht, die Filmleute waren nett, wir hätten sie sonst nie kennengelernt“, so der Neunjährige.

Dass sie für manche Szenen bereits um 6 Uhr oder früher am Set sein mussten, ist längst vergessen. Jetzt fiebern Fiete und Lou, ihre Eltern und Macher dem Film entgegen, der irgendwie auch eine Liebeserklärung ans Ostseebad ist.

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