Funkenflug : Feuerwerk im August – was ist erlaubt?

Für Feuerwerk wie diese Kugelbombe braucht es einen Pyroschein.
Für Feuerwerk wie diese Kugelbombe braucht es einen Pyroschein.

Der OB erteilt pro Jahr rund 35 Ausnahmegenehmigungen. Die Dunkelziffer ist aber deutlich höher und nicht kontrollierbar

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23. August 2015, 12:00 Uhr

Freitagabend und Feuerwerk bis in die Nacht. Das ist keine Seltenheit in der Stadt, befinden Einwohner wie Kira Ludwig (50). „Es gibt anscheinend Verordnungen, die nicht eingehalten werden“, vermutet sie und behält recht.

Tatsächlich ist das Abbrennen von klassischer Pyrotechnik, außer am 31. Dezember und am 1. Januar, verboten. Aber, so heißt es aus dem Stadtamt, Sachgebiet für Ordnungsangelegenheiten, sind auch Ausnahmen möglich. „In Rostock werden jährlich zirka 35 unterjährige Feuerwerke genehmigt. Die Zahl der tatsächlich stattfindenden, nicht genehmigten Feuerwerke ist um ein Vielfaches höher“, heißt es aus dem Amt. Jedoch seien sie „nicht kontrollierbar“. Allerdings stellen sie Ordnungswidrigkeiten, einen Verstoß gegen die Sprengstoffverordnung dar. Wird der doch bekannt, wird er mit Geldstrafen geahndet. Genehmigungen für Feuerwerke können für die Hansestadt nach Antrag vom Oberbürgermeister oder für den Landkreis vom Landrat erteilt werden, wenn sie als verhältnismäßig gelten. Heißt: Ausnahmen werden zum Beispiel für Hochzeiten gemacht. Abgebrannt werden darf dann das pyrotechnische Kleinst- und Kleinfeuerwerk (Kategorie 1 und 2), das sonst drei Werktage vor Silvester in den Handel geht und erlaubnisfrei gekauft werden darf. Genehmigungen gibt es für Freitage und Sonnabende – in Ausnahmefällen auch unter der Woche. Auch da die häufigsten Gründe: Geburtstage oder Hochzeiten. Das Zeitfenster fürs Zündeln ist auf eine halbe Stunde begrenzt. Die darf aktuell, und nur bei Genehmigung, bis maximal 22.30 Uhr reichen, von Mai bis Juli auch bis 23 Uhr. Die Gebühren fürs Feuerwerk liegen zwischen 30,68 und 204,52 Euro.

Pyrotechnik der Kategorien 3 und 4, also gefährlicheres Mittel- und Großfeuerwerk, das zu Silvester auch nicht in den Handel gelangt, darf nicht abgebrannt werden. Nur Pyrotechniker dürfen es abbrennen. Zuständig für die Genehmigungen wie für die Pyro Games ist das Landesamt für Gesundheit und Soziales.

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