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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. Dezember 2017 | 10:14 Uhr

Feuerwehren beenden Streik

vom

svz.de von
erstellt am 30.Aug.2013 | 08:13 Uhr

Rostock | Die vier streikenden freiwilligen Feuerwehren in Rostock haben gestern ihren Dienst wieder aufgenommen. 100 von den 180 freiwilligen Brandschützern in den Wehren Groß Klein, Stadtmitte, Gehlsdorf und Warnemünde beendeten ihren zwölf Tage dauernden Ausstand, in den sie nach einer Polizei-Durchsuchung von zwei Wachen getreten waren.

Die Entscheidung, den Dienst wieder aufzunehmen, sei nach einem Gespräch mit dem amtierenden Oberbürgermeister Holger Matthäus (Grüne) gefallen, sagte Stadtwehrführer Steffen Grafe. "Die Kameraden freuen sich über die Kompromissbereitschaft der Stadt", so Grafe. Die Stadt hatte den Feuerwehrleuten zugesichert, die 18 Punkte eines Positionspapiers zu prüfen, das die Freiwilligen Feuerwehren Anfang der Woche vorgelegt hatten. Darin hatten sie eine Reihe von Wünschen, etwa zur Ausstattung oder zur Instandsetzung von Wachen formuliert. Sie forderten auch eine Entschuldigung der Stadtverwaltung für das Verhalten des Brandschutz- und Rettungsamtes im Zusammenhang mit der polizeilichen Durchsuchungsaktion am 16. August. Durch diese hätten sich viele Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren unter Generalverdacht gestellt gefühlt. "Diesen Punkt betrachten wir inzwischen als erfüllt", sagte Grafe.

Matthäus wies darauf hin, dass die Probleme zwischen Stadtverwaltung und Freiwilligen Feuerwehren getrennt von den Fragen um die Ermittlungen wegen mutmaßlichen Datenmissbrauchs zu sehen seien. Polizei und Staatsanwaltschaft wollen herausfinden, ob von Privatrechnern in den Wachen Stadtmitte und Groß Klein aus illegal auf die Daten der Einsatzleitstelle zugegriffen worden ist. Allerdings hatte das Amtsgericht die Ermittlungen zuletzt gestoppt. Begründung: Die Durchsuchungen der Wachen, bei denen Rechentechnik beschlagnahmt wurde, seien unrechtmäßig erfolgt.

Matthäus betonte, bei den unabhängigen Untersuchungen zum Umgang mit internen Daten müssten sowohl die Stadtverwaltung als auch die Feuerwehren mitwirken. Grafe beteuerte: "Wir werden die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft unterstützen." Der Stadtwehrführer sagte außerdem, die Kameraden verwehrten sich gegen den Vorwurf, dass aus ihren Reihen zu irgendeinem Zeitpunkt Daten an Dritte weitergegeben worden seien. Die ehrenamtlichen Feuerwehrleute seien froh, dass die Frage nun aufgearbeitet werde.

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